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Bern (awp) - Die zur Ascom Holding AG gehörende Gruppe hat im Geschäftsjahr 2009 ein Umsatzplus erzielt und den Konzerngewinn fast verdreifacht. Im Vorjahr hatte die Devestition mehrerer Bereiche die Erfolgsrechnung belastet. Die Unternehmensführung sieht das neue Geschäftsmodell bestätigt, 2010 sollen sich Umsatz und Marge weiter verbessern.
Im Berichtsjahr stieg der Umsatz um 5,5% auf 537,2 Mio CHF, unter Berücksichtigung der Akquisitionen. Zu konstanten Wechselkursen lag das Wachstum bei 10,9%. Rund drei Viertel des Gesamtumsatzes stammen aus dem internationalen Geschäft, daher wirkte sich Abschwächung wichtiger Fremdwährungen negativ aus, wie Ascom am Mittwoch mitteilte.
SAISONALER TREND BESTÄTIGT
Das saisonale Muster mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte habe sich fortgesetzt, sagte CEO Riet Cadonau an der Bilanzmedienkonferenz. Der Zukauf von TEMS, einem Geschäftsbereich von Ericsson, habe das Unternehmen nach vorne katapultiert. Höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung hätten zudem die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt.
Der Auftragseingang stieg leicht auf 514,4 Mio CHF, währungsbereinigt lag der Zuwachs bei 5,7%. Beim Gewinn wirkten sich Restrukturierungs- und Integrationskosten von 8,3 Mio CHF aus. Der EBITDA sank um 6,6% auf 49,8 Mio CHF, entsprechend einer Marge von 9,3%. Der Konzerngewinn verdreifachte sich nahezu auf 24,4 Mio CHF.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung dennoch vor, den Gewinn in die Firmenentwicklung zu investieren und auf eine Dividende zu verzichten. Auch in den Vorjahren hatte es keine Ausschüttung gegeben.
Die Neuausrichtung von Ascom zeigt sich auch in mehreren Akquisitionen. Innerhalb von 18 Monaten entstand nach drei Zukäufen die neue Division Network Testing, neben Wireless Solutions und Security Communication. Die nunmehr drei Sparten zeigten 2009 eine unterschiedliche Entwicklung beim Umsatz, waren jedoch alle profitabel.
INTERNATIONALISIERUNG IM BLICK
Vor allem Security Communication soll künftig internationaler werden, wie der CEO gegenüber AWP ausführte. Dies möchte das Unternehmen als Subkonktraktor bei grossen Rüstungskonzernen erreichen. Drei Viertel des Umsatzes werden noch in der Schweiz erwirtschaftet, Armasuisse ist ein gewichtiger Kunde. Die führende Marktposition vor Konkurrenten wie Thales, der Ruag oder Siemens Schweiz will Ascom im Heimmarkt halten.
Wireless Solutions ist bereits international aufgestellt mit dem Schwerpunkt Europa. Nun hat Ascom den Mittleren Osten im Visier, der auch über Partner erschlossen werden soll. Network Testing ist nach dem Zukauf von TEMS global ausgerichtet. Eine Folge: Der Konzern hat heute bereits mehr Mitarbeiter in Schweden als in der Schweiz.
ZUKÄUFE MIT EIGENMITTELN
Zukäufe will der Technologiekonzern mit eigenem Geld bezahlen. "Es bestehen keine Pläne für eine Kapitalerhöhung", sagte Cadonau. Ein Akquisition werde vorrangig bei Wireless Solutions frühestens im zweiten Halbjahr angestrebt. Je nachdem, ob das Zielobjekt einen tiefen oder mittleren zweistelligen Umsatz hat, kommt auch eine teilweise Fremdfinanzierung in Frage.
Per Ende 2009 wies Ascom flüssige Mittel in Höhe von 127,7 Mio CHF und eine Eigenkapitalquote von 29,4% aus. Noch im laufenden Jahr soll aber das Zielband von 30-40% wieder erreicht werden.
Noch offen ist, wie es mit dem 20%-Aktienpaket der ZKB weitergeht. Weil das Unternehmen nun wieder auf solider Basis stehe, könnten sich neue Investoren für Ascom interessieren, so Cadonau. Wichtig sei, dass ein Anteilseigner die neue Strategie mittrage.
UMSATZPLUS UND MARGENVERBESSERUNG ANGESTREBT
Der Technologiekonzern rechnet für 2010 mit einem von der TEMS-Übernahme getriebenen Wachstum im einstelligen Prozentbereich, aber nicht mit organischem Wachstum. Die EBITDA-Marge soll 10% bis 11,5% erreichen, sofern das wirtschaftliche Umfeld zumindest stabil bleibt.
Mittelfristig - und zwar ab 2011 - sieht Ascom ein Umsatzwachstum von 5% als möglich. Ab dem Jahr 2012 soll die neue Mobilfunktechnologie LTE Wachstumsschübe in der Sparte Network Testing bringen. Es gebe bereits vielversprechende Pilotprojekte, hiess es.
Analysten reagieren wohlwollend auf das Geschäftsergebnis. An der Börse kommt es aber zu Gewinnmitnahmen. Die Aktie - die seit Anfang Jahr um rund 19% zugelegt hat - verliert am frühen Nachmittag bei hohen Volumen 0,9% auf 11,65 CHF. Der Gesamtmarkt zeigt sich unterdessen verhalten.
cc/ra

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