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Bern (awp) - Ascom hat im ersten Halbjahr 2010 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Investitionen in neue Geschäftsbereiche sowie in Forschung und Entwicklung haben sich damit nach Einschätzung des Technologiekonzerns ausgezahlt. Das Unternehmen hat den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben und will künftig wieder Dividenden zahlen.
Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um 19,6% auf 281,2 Mio und der Auftragseingang um 31,8% auf 308,2 Mio CHF. Ascom startet mit einem Auftragsbestand von 248,6 Mio CHF in das zweite Semester 2010, wie das Unternehmen mitteilte. "Wir haben bei allen Messpunkten zugelegt", sagte CEO Riet Cadonau am Mittwoch bei der Medienkonferenz.
Die EBITDA-Marge stieg von 5,2 auf 12,1% und die EBIT-Marge von 3,1 auf 8,5%. Der Reingewinn kletterte um 43,7% auf 17,1 Mio CHF. Dabei gab es sogar noch Gegenwind: Beträchtliche Währungsgewinne aus dem Vorjahr wiederholten sich nicht, zudem fielen höhere akquisitionsbedingte Abschreibungen an, wie CFO Martin Zwyssig ausführte.
PROFITABILITÄT VERBESSERT
Die Umsätze entwickelten sich in den grösseren beiden Sparten Wireless Solutions und Network Testing positiv, die Profitabilität verbesserte sich in allen drei Segmenten, auch bei Security Communication.
Wireless Solutions erzielte ein Wachstum von 9,5% auf 138,2 Mio CHF und Margen von 12,5% (EBITDA) bzw. 10,1% (EBIT). Ascom habe in diesem Bereich Marktanteile gewonnen und verschobene Aufträge aus dem Jahr 2009 realisieren können, sagte Cadonau. Alle Vertriebskanäle hätten sich positiv entwickelt und der US-Gesundheitsmarkt zeige eine hohe Dynamik.
In der neugeschaffenen Division Network Testing verlaufe die Integration planmässig und werde bis Ende Jahr abgeschlossen sein, hiess es. Die Sparte konnte den Umsatz - aufgrund der Akquisition von TEMS - auf 80,1 Mio CHF nahezu verdoppeln. Die Margen betrugen 15,4% (EBITDA) und 8,0% (EBIT).
WENIGER VON ERICSSON ABHÄNGIG
Ascom habe die Abhängigkeit von Ericsson als Distributionspartner substanziell verringert, führte CEO Cadonau aus. Und bei der künftigen Mobilfunktechnologie LTE sei Ascom der Konkurrenz voraus. "Wir haben strategisch bedeutende Lizenzverträge mit Modem- und Chipset-Vendoren gesichert", sagte der Firmenchef. LTE-Projekte sollen den Umsätzen vor allem 2012 und 2013 Schub verleihen.
Bei Security Communication ging der Umsatz um 3,1% auf 64,3 Mio CHF zurück. Die Margen lagen bei 9,0% (EBITDA) bzw. 8,1% (EBIT). Unter Ausschluss von einmaligen Effekten betrug die EBIT-Marge 5,4%. "Es ist offensichtlich, dass wir die Profitabilität hier nachhaltig verbessern müssen - die Stellschrauben dafür liegen im Umsatzwachstum und in einer grösseren Effizienz in der Projektabwicklung", so Cadonau. Mittelfristig strebt er dort eine EBIT-Marge von 8,0% an.
In der zweiten Jahreshälfte sollen in der Sparte 2 Mio CHF zusätzlich in Forschung & Entwicklung investiert werden. Es gehe darum, den Anforderungen der internationalen Märkte noch gerechter zu werden, erklärte das Management. Im Schweizer Geschäft fielen Umsätze durch das Auslaufen grosser Armeeaufträge nicht komplett weg, betonte Cadonau. Es gebe kleinere Folgeaufträge und Kompensationsmöglichkeiten im internationalen Bereich.
AUSBLICK ANGEHOBEN
Der Ausblick wurde angehoben: Ascom rechnet nun für 2010 mit einem organischen Wachstum gegenüber dem Vorjahr, sofern sich weder das wirtschaftliche Umfeld noch die Währungsrelationen negativ verändern. Unter dieser Annahme wird auch die EBITDA-Guidance für das Gesamtjahr auf 11-12% (zuvor: 10-11,5%) erhöht.
Das Unternehmen will ausserdem bei weiterhin gutem Geschäftsgang eine jährliche Dividende ausrichten, beginnend für das Geschäftsjahr 2010. Die Kriterien müssten noch definiert werden, hiess es. Die letzte Ausschüttung hatte es für 2005 gegeben. Neue Drei-Jahresziele - für 2011 bis 2013 - sollen Ende Jahr bekannt gegeben werden.
Mit den vorgelegten Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten vor allem beim Gewinn übertroffen. Auch an der Börse ging es bergauf: Am frühen Nachmittag gewannen die Aktien in einem schwachen Gesamtmarkt 4,1% auf 10,35 CHF.
cc/ra

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