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HAMBURG (awp international) - Der führende europäische Kupferkonzern Aurubis ist nach einem schwachen Jahresstart wieder auf Erfolgskurs: Der Umsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres wegen höherer Metallpreise sprunghaft um 42 Prozent auf rund 6,5 Milliarden Euro, wie der MDax -Konzern am Freitag in Hamburg mitteilte. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) ergab sich trotz eines Verlustes im ersten Quartal für das erste Halbjahr operativ wieder ein Gewinn von 122 (Vorjahreszeitraum 77) Millionen Euro. Höhere Preise und eine starke Nachfrage nach Kupferprodukten waren entscheidende Treiber. Unter dem Strich erwirtschafteten die Hamburger einen Gewinn von 258 (175) Millionen Euro. Der Konzern übertraf damit die Analystenerwartungen deutlich.
Die bisher nur vage Prognose für das Gesamtjahr wurde konkretisiert. Das operative EBT dürfte im Geschäftsjahr 2010/11 über 260 Millionen Euro liegen. Bisher hatte der Hamburger Konzern, an dem der Stahlkocher Salzgitter beteiligt ist, lediglich eine Steigerung in Aussicht gestellt. Vorbörslich legten die Aktien um 1,66 Prozent auf 41,53 Euro zu. Händler zeigten sich von den Kennzahlen positiv überrascht. Sie hoben auch den Ausblick hervor, der knapp 50 Millionen Euro über den bisherigen Markterwartungen liege.
Der Markt für Kupferkonzentrate habe sich im Berichtszeitraum positiv entwickelt, heisst es im Halbjahresbericht. Die Schmelzlöhne für langfristige Verträge seien deutlich gestiegen. Die derzeitige Marktsituation sei von einem deutlichen Angebotsüberhang geprägt. Die Verfügbarkeit von Altkupfer und anderen Recyclingmaterialien sei von einem guten Angebot und hohen Raffinierlöhnen gekennzeichnet. Schmelz- und Raffinierlöhne sind Gebühren für das Schmelzen von Kupferkonzentrat oder von Altkupfer. Darüber hinaus sei die globale Nachfrage nach Schwefelsäure - ein Nebenprodukt der Kupferherstellung - weiterhin sehr gut. Entsprechend hätten sich die Säurepreise weiter erhöht. Auch mit Blick auf Kupferprodukte sprach Aurubis von einer anhaltend hohen Nachfrage.
Aurubis erwartet auch für den weiteren Verlauf eine Fortsetzung der insgesamt hohen Nachfrage nach Kupferprodukten sowohl in Europa als auch in den Exportmärkten. Der Absatz dürfte sich weiter auf einem hohen Niveau bewegen. Auch für den Schwefelsäuremarkt bleibt der Konzern zuversichtlich gestimmt: Dieser Markt werde wohl auch weiter von einer guten Nachfrage und hohen Preisen gekennzeichnet sein. In der Kupferproduktion rechnet der Konzern mit einer Fortsetzung der hohen Konzentratverarbeitungsmengen auf dem Niveau des zweiten Quartals. Für das Gesamtjahr sei eine stabile Durchsatzmenge zu erwarten. In den nächsten Monaten rechnet Aurubis mit einer Vollauslastung der Anlagen zur Kupferraffination. Insgesamt geht Aurubis für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres von einem Fortbestand der im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Rahmenbedingungen aus.
Am Kupfermarkt rechnet der Konzern unter dem zum Jahresende ausscheidenden Vorstandschef Bernd Drouven trotz der starken Schwankungen mit einer stabilen Entwicklung. Die fundamentalen Bedingungen, die 2011 für ein Produktionsdefizit sprächen und damit die Grundlage für ein hohes Preisniveau darstellten, seien intakt. Das erwartete Wachstum der Weltwirtschaft führe zu einer anhaltend hohen Kupfernachfrage. Dieser dürften auch eine straffere Zinspolitik Chinas und eine ökonomische Schwäche einzelner Länder nichts anhaben können. Im ersten Halbjahr schnellte der Kupferpreis um 32 Prozent auf durchschnittlich 9.136 Dollar je Tonne in die Höhe. Zeitweise hatte Kupfer dabei die Marke von 10.000 Dollar übersprungen. Aurubis stellt mit 4.865 Mitarbeitern aus Kupfererz und Kupferschrott reines Kupfer her und verarbeitet es weiter zu Produkten für die Auto-, Elektro- und Bauindustrie./jha/nmu/tw

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