Aus für Gesamtschweizer Zahlenlotto?

Die Romands wehren sich gegen eine Zentralisierung in Basel. swissinfo.ch

Die Gesellschaft Schweizer Zahlenlotto oder Swiss Lotto existiert unter Umständen nur noch bis Ende 2002. Wegen verschiedener Ansichten über die gemeinsame Zukunft überlegt sich die Loterie Romande, ein "lotto romand" zu organisieren.

Dieser Inhalt wurde am 07. Mai 2001 - 20:51 publiziert

Die Westschweizer Organisation ist gegen eine Zentralisierung des Betriebssystems in Basel, wie es das Sport-Toto, die interkantonale Landeslotterie (ILL) und die SEVA wollen. Sie will ihre Informatik-Instrumente weiter selber kontrollieren. Die Loterie Romande schlage deshalb eine Lösung mit einem Netzwerk vor, sagte Präsident Jean-Pierre Beuret am Montag (07.05.) vor den Medien.

Die Intervention eines Schiedsgerichts hat keine andere Lösung gebracht als eine Trennung oder eine Neuaushandlung des Vertrags. Die Loterie Romande habe sich entschieden, den Vertrag zu kündigen, sagte Beuret. Sie sei bereit, eine eigenes "lotto romand" zu organisieren. Gleichzeitig lasse sie ihren Partnern die Tür offen für Verhandlungen über einen neuen Vertrag.

Innerhalb von sechs Monaten müsste dieser abgeschlossen sein, damit die Romands weiter mit den Deutschschweizern arbeiten. "Für die Spieler gäbe es keinen grossen Unterschied", sagte Direktor Philippe Maillard. Die Gewinnchancen und -summen und wären vergleichbar mit den heutigen.

Helvetische Besonderheit

Die ILL, die SEVA und das Sport-Toto ihrerseits wollen nicht zwei getrennte Plattformen für die Führung von Swiss Lotto. Ihrer Meinung nach würde damit die Entwicklung von Online-Spielen erschwert, die für die ganze Schweiz bestimmt sind.

Die Schweiz wäre das einzige Land auf der Welt, in dem eine bisher gemeinsame Lotterie-Logistik getrennt würde, teilten die drei Organisationen mit. Eine gemeinsame logistische Betriebsführung schliesse keineswegs eigene Projekte der angeschlossenen Gesellschaften aus.

swissinfo und Agenturen

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