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Zürich (awp) - Die Julius Bär Gruppe AG publiziert am Montag, 7. Februar, die Zahlen zum Geschäftsjahr 2010. Analysten haben dazu folgende Prognosen:
2010E
In Mio CHF AWP-Konsens 2009A
Betriebsertrag 1'795,7 1'586,1
Geschäftsaufwand 1'189,1 1'025,8
Konzerngewinn 497,3 473,2*
In Mrd CHF
Neugeldzufluss 8,1 5,1
Kundenvermögen (AuM) 171,1 153,6
*Unter Ausklammerung von Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf Immateriellen Vermögenswerten.
FOKUS: Marktbeobachter rechnen bei Julius Bär mit anhaltenden Neugeldzuflüssen und gehen dabei insbesondere von einem starken Zustrom aus den Wachstumsmärkten aus. Negativ dürfte sich aber der starke Franken auf die verwalteten Vermögen sowie auf die Erfolgsrechnung ausgewirkt haben. Die Analysten sind sich deshalb einig, dass die Cost-Income-Ratio bei Julius Bär in der Berichtsperiode gestiegen ist. Ab dem nächsten Geschäftsjahr rechnen einige Bankexperten aber wieder mit eine rückläufigen CI-Ratio, im Gegensatz zur erwarteten Entwicklung bei den meisten Konkurrenten von Julius Bär.
Aufgrund der starken Kapitalausstattung und der geringen Akquisitionstätigkeit der Bank - letzte Übernahme war die ING Bank Schweiz (Ankündigung im Oktober 2009) - halten Anleger einen Aktienrückkauf für wahrscheinlich. Viele Experten gehen davon aus, dass Bär den Aktionären über die nächsten zwei Jahre Kapitalüberschüsse in der Höhe von rund 1 Mrd CHF zurückgeben könnte.
ZIELE: Das Management von Julius Bär bestätigte Ende Juli anlässlich der Publikation der Halbjahreszahlen 2010 seine Finanzziele. So strebt das Institut bis 2012 weiterhin eine Cost-Income-Ratio von rund 62% sowie eine Vorsteuergewinnmarge von über 40 Basispunkten an. Der Nettoneugeldzufluss soll jährlich 4-6% betragen. Zudem will der Vermögensverwalter über die nächsten Jahre jährlich netto rund 40 bis 50 Kundenberater anheuern.
PRO MEMORIA: Wie die Bank im November in ihrem traditionellen Interim Management Statement für die ersten zehn Monate 2010 mitteilte, hat sich der Neugeldzufluss ab Jahresmitte beschleunigt und lag "deutlich" im angepeilten Zielbereich. Hingegen sprach das Institut von einer Bruttomarge, die leicht unter das Niveau des ersten Halbjahres gefallen ist. Die verwalteten Vermögen bezifferte Bär auf 175 Mrd CHF, nachdem der Vermögensverwalter per Mitte 2010 noch 166 Mrd CHF AuM ausgewiesen hatte. Die BIZ-Tier-1-Ratio wurde mit 23,6% respektive mit 22% unter Basel II ausgewiesen.
Gleichzeitig zeigte sich damals das Private Banking-Haus überzeugt, dass mögliche Geldabflüsse im Zusammenhang mit dem internationalen Druck auf das Schweizer Bankgeheimnis dank des "weiterhin starken Vermögenszuflusses mehr als wettgemacht" werden können.
Im Fokus der Öffentlichkeit stand Bär jüngst im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen den ehemaligen Mitarbeiter Rudolf Elmer. Der Ex-Banker wurde Ende Januar für die Weitergabe von Daten seines ehemaligen Arbeitgebers wegen Drohung, versuchter Nötigung sowie Verletzung des Bankgeheimnisses zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Elmer akzeptiert das Urteil nicht und hat Berufung eingelegt. Kurz nach der Urteilsverkündung wurde Elmer erneut in Gewahrsam genommen. Auslöser für die Verhaftung waren zwei Übergaben von Daten-CDs an die Enthüllungsplattform Wikileaks im Jahr 2008 und 2011. Auf den Datenträgern sollen sich gemäss Elmer Angaben von mutmasslichen Steuersündern befinden.
Der Verwaltungsratspräsident von Julius Bär, Raymond Bär, gab sich in einem Interview im vergangenen Dezember mit der Handelszeitung mit Blick auf gestohlene Datenträger mit Bankdaten von Julius Bär-Kunden und deren Verwendung in Deutschland jedoch gelassen. "Es gibt ja mittlerweile einige angebliche CDs. Ich selber habe keine Kenntnis einer solchen CD, kann deren Vorhandensein aber auch nicht mit Sicherheit ausschliessen", erklärte er damals. Mit der Abgeltungssteuer, welche auf sehr gutem Weg sei, werde der Wert solcher CDs automatisch gegen null gehen, so Bär weiter. Ausserdem habe sich gezeigt, dass auf diesen CDs falsche Daten gewesen seien.
pf/are

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