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Zürich (awp) - Der Tiefsee-Ölbohrkonzern Transocean publiziert am Mittwoch, 4. Mai, nach Börsenschluss in den USA die Zahlen zum ersten Quartal 2011. Analysten haben dazu folgende Prognosen:
Q1 2011E
In Mio USD AWP-Konsens Bandbreite Q1 2010A
Umsatz 2'244 2'184 - 2'337 2'602
Betriebsgewinn 464 410 - 534 926
Reingewinn 263 217 - 340 677
In USD AWP-Konsens Bandbreite Q1 2010A
EPS (diluted non-GAAP) 0,80 0,61 - 1,07 2,22
FOKUS: Die Marktbeobachter erwarten mehrheitlich ein durchzogenes Quartal. So hat Transocean weiter mit den Auswirkungen des Deepwater Horizon-Unglücks vom vergangenen Jahr im Golf von Mexiko zu kämpfen. Die Schätzungen der Analysten sind daher durch viele Unsicherheiten geprägt und entsprechend gross ist auch die Bandbreite der Schätzungen. Da sich die Situation für Offshore-Bohrungen im Golf von Mexiko jüngst wieder verbessert hat und sich auch die Tagesraten etwas stabilisierten, dürfte sich der Ausblick aber etwas aufhellen. Unterstützung bietet zudem der hohe Ölpreis. Einige Experten erwarten zudem positive Kommentare zum sich erholenden Floater Market und ein Update bezüglich den Folgen des Deepwater Horizon-Unglücks.
ZIELE: Transocean prognostiziert für das laufende Jahr einen freien Cash Flow von insgesamt 3,3 Mrd USD. Für die Periode bis 2019 rechnet der Konzern mit einem Cash Flow von insgesamt 12,1 Mrd USD, wie Transocean Ende Februar anlässlich der Bekanntgabe der Zahlen zum vierten Quartal verlautbarte.
Gleichzeitig rechnet der Ölplattformbetreiber im laufenden Jahr mit höheren Kosten. Das Transocean-Management bezifferte diese Ende Februar auf 5,4 Mrd bis 5,7 Mrd USD. Als Gründe wurden Neubauten von Bohrschiffen, höhere Aufwendungen für Ausbildungsprogramme sowie Kosten im Zusammenhang des Deepwater Horizon-Unglücks genannt. Die höheren Kosten dürften gemäss Management aber durch ein verbessertes Kostenmanagement teilweise kompensiert werden.
Weiter will das Unternehmen seine Schulden abbauen. Längerfristig sollen die Verbindlichkeiten so auf 7 Mrd bis 9 Mrd USD sinken.
PRO MEMORIA: Der an der Schweizer Börse kotierte Ölbohrkonzern hat noch immer mit den Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu kämpfen. Nachdem die von Transocean im Auftrag von BP betriebene Ölplattform Deepwater Horizon vor gut einem Jahr explodiert ist und eine der schwersten Ölkatastrophen auslöste, wurde der Konzern jüngst vom Auftraggeber BP auf Schadenersatz über 40 Mrd USD eingeklagt. Der britische Ölmulti wirft Transocean Fahrlässigkeit vor. Transocean wies die Anschuldigungen zurück und hat umgehend Gegenklage eingereicht, um sich gegen die Entschädigungsforderungen zu wehren. Schützenhilfe bekam BP Ende April aber durch einen Bericht der US-Küstenwache, die eine Mitschuld von Transocean an der Ölkatastrophe sieht.
Durch den Krach mit BP sind zudem auch auf operativer Stufe negative Auswirkungen zu befürchten. So war BP im vergangenen Geschäftsjahr der wichtigste Kunde von Transocean und trug etwa 10% zum Umsatz bei. Das ausstehende Geschäftsvolumen bezifferte Transocean Anfang März auf knapp 3 Mrd USD. Vor diesem Hintergrund warnte das Unternehmen vor möglichen finanziellen Auswirkungen, sollte das Unternehmen BP als Kunden verlieren.
Eine positive Nachricht gab es für Transocean Anfang März: Nachdem die US-Behörden im Nachgang der Deepwater Horizon-Katastrophe jegliche Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko bis auf weiteres verboten hatten, erteilten die Behörden Anfang März erstmals wieder eine Bohrgenehmigung.
pf/dl

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