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Zürich (awp) - Die UBS AG veröffentlicht am Dienstag, 8. Februar, das Geschäftsergebnis zum Geschäftsjahr 2010. Analysten haben dazu folgende Schätzungen:
2010E
In Mio CHF AWP-Konsens 2009A
Konzernergebnis 7'287 -2'736
In Mrd CHF
Nettoneugeld -17,4 -147,3
Verwaltete Vermögen 2'206 2'233
FOKUS: Die UBS dürfte das Geschäftsjahr 2010 mit einem Reingewinn abschliessen, nachdem das Institut in den drei vorangegangenen Jahren jeweils noch hohe Verluste ausweisen musste. Da zum positiven Resultat 2010 auch Steuergutschriften einen wesentlichen Beitrag leisten, wollen die Marktteilnehmer wissen, ob die Bank auch operativ den Turnaround nachhaltig geschafft hat. Deshalb liegt ihr Fokus weniger auf den Zahlen für das Gesamtjahr, sondern auf den Resultaten für das vierte Quartal, die dafür eine Indikation liefern dürften. Dabei stehen vor allem der Vorsteuergewinn sowie die Nettoneugelder im Rampenlicht.
Beim Vorsteuergewinn rechnen die Experten mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorquartal aufgrund geringerer Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten. Bei den Neugeldern gehen sie davon aus, dass die Bank im vierten Quartal weiter an Kundenvertrauen gewonnen hat und erneut einen Zufluss im Wealth Management verzeichnen konnte; im dritten Quartal zog die UBS erstmals nach mehreren Quartalen mit Abflüssen wieder Gelder an.
In der Division Wealth Management liegt der Fokus neben dem Neugeldzufluss auf der Bruttomarge. Bezüglich letzterer gehen die Meinungen allerdings auseinander. Während beispielsweise die Deutsche Bank von einer gegenüber dem dritten Quartal nahezu unveränderten Bruttomarge ausgeht, rechnet die Commerzbank mit einer Erhöhung auf 93 von 89 Basispunkten.
Die Investment Bank des Instituts steht ebenfalls im Scheinwerferlicht. Nachdem die US-Institute mit ihren Ausweisen für das vierte Quartal insgesamt unter den Markterwartungen blieben, erwarten die Experten von der UBS ebenfalls keine grossen Sprünge. Im Gegensatz zum Vorquartal, als die Division mit einem Vorsteuerverlust enttäuschte, rechnen die Experten indes mit einem Gewinn. Da die UBS im Investmentbanking verlorengegangene Marktanteile zurückgewinnen will und entsprechend investiert, steht auch der Kostenblock im Fokus des Interesses.
ZIELE: Das UBS-Management zeigte sich Ende Oktober für das vierte Quartal noch zuversichtlich. Es ging davon aus, dass es nach den ungewöhnlich geringen Kundenaktivitäten im dritten Quartal zu einer Belebung in allen Unternehmensbereichen kommen werde. Die Geschäftsleitung rechnete deshalb mit einer gewissen Erholung bei den transaktionsbedingten Einnahmen im Wealth Management sowie im Handels- und Kommissionsgeschäft der Investment Bank.
Ausserdem sah das Management die UBS in ihrem mittelfristig angelegten Transformationsprozess auf Kurs und für künftiges Wachstum gut positioniert. Die Unternehmensführung beurteilte zudem die Bank als wieder stabil genug, um etwas höhere Geschäftsrisiken einzugehen.
Mittelfristig (im Zeitraum von 4 Jahren) strebt die UBS bekanntlich einen Vorsteuergewinn von rund 15 Mrd CHF an. Gleichzeitig will die Bank eine Cost/Income-Ratio von 65 bis 70% und eine Eigenkapitalrendite (RoE) von 15 bis 20% erarbeiten.
Im Wealth Management hat sich das Institut ausserdem über eine Zeitspanne von drei bis fünf Jahren eine Zuwachsrate im Neugeld von 5% der verwalteten Vermögen pro Jahr zum Ziel gesetzt.
Die Bank will nach vier Kapitalerhöhungen während der Finanzkrise auf eine weitere solche Mittelbeschaffung verzichten. Deshalb sollen die neuen Regulierungsvorschriften Basel III bezüglich Eigenmittelunterlegung durch einbehaltene Gewinne erfüllt werden. Für die Aktionäre bedeutet dies entsprechend einen Verzicht auf Dividende.
PRO MEMORIA: Im Verlaufe des vergangenen Jahres konnte sich die UBS des Themas Steuerstreit mit den US-Behörden entledigen. Im November zog die US-Steuerbehörde ihre zivilrechtliche Klage gegen die UBS nämlich definitiv zurück.
Das Thema US-Kunden wird die UBS wie alle andern Banken aber weiter beschäftigen. Denn bis 2013 soll FATCA (Foreign Accounts Tax Compliance Act) in Kraft treten. Dabei werden ausländische Finanzinstitute mit dem IRS eine Vereinbarung unterzeichnen müssen, womit sie sich verpflichten, der Steuerbehörde alle Konti von amerikanischen Steuerpflichtigen offenzulegen, über die sie indirekt oder direkt verfügen. Da noch um die Anwendungsbestimmungen gekämpft wird - unklar ist z.B. wer unter den Begriff "US Person" fällt - kann noch nicht genau abgeschätzt werden, welche Konsequenzen sich daraus für die Banken ergeben werden.
Die Doppelbesteuerungsabkommen, die die Schweiz mit Deutschland und Grossbritannien abgeschlossen haben, dürften im laufenden Jahr einerseits zu einem gestiegenen Aufwand und anderseits zu einem Abfluss eines Teils von Kundengeldern führen. Das dürfte sich in sinkenden Margen auf den Assets im Onshore-Geschäft auswirken.
sig/tp/rt

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