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Zürich (awp) - Die Zurich Financial Services (ZFS) wird am Donnerstag, 10. Februar, das Geschäftsergebnis 2010 publizieren. Analysten haben dazu folgende Prognosen:
2010E
In Mio USD AWP-Konsens 2009A
Betriebsgewinn (BOP) 4'832 5'593
Reingewinn 3'381 3'963*
Combined Ratio (%) 97,9 96,8
Per 30.12.10
In Mio USD AWP-Konsens 30.09.10
Eigenkapital 31'299 31'011
*Vorjahreszahl restated
FOKUS: Insgesamt gehen die Analysten der Banken von soliden Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2010 aus. Belastend dürften aber die weiterhin schwierigen Finanzmärkte mit tiefen Zinsen wirken. Dies gelte insbesondere für den Anlageerfolg und den Leistungsausweis in der Lebensversicherung, meint ein Analyst.
Im Nichtlebengeschäft hängt der Leistungsausweis in erster Linie von der Entwicklung der Combined Ratio ab, die von diversen Naturkatastrophen etwa in Europa, Chile und Australien belastet wurde. Weiter sind im Nichtlebengeschäft die Trends bei der Preissetzung, insbesondere in den USA von Interesse.
Das Gesamtjahresergebnis war im vergangenen Jahr zusätzlich von verschiedenen einmaligen Faktoren geprägt: So fielen im zweiten Quartal die Erhöhung der Rückstellungen für Bankkredit-Ausfälle von 330 Mio USD vor Steuern sowie im dritten Quartal eine Belastung von 295 Mio USD für den Vergleich im Fall Fogel vs. Farmers Group an. Zusätzlich mussten in Russland Goodwill-Abschreibungen von 104 Mio USD vorgenommen werden.
Bilanzseitig sehen die Marktteilnehmer keine grösseren Veränderungen, verweisen aber bei den Eigenmittel auf den Zinsanstieg. Diese dürften durch die Zinsentwicklung nicht weiter angestiegen sein. Allerdings könnten die Eigenmittel von einem positiven Währungseinfluss profitiert haben, da ZFS in US-Dollar rapportiert.
Die Solvenzquote dürfte auf hohem Niveau geblieben sein und Kapitalengpässe werden nicht erwartet. Allgemein wird mit einer hohen Dividendenankündigung gerechnet. Einzelne Analysten geht zudem davon aus, dass ZFS ein Aktienrückkaufprogramm ankündigen könnte, nachdem das 2007 gestartete Programm 2009 aufgrund der schwierigen Marktbedingungen ausgesetzt wurde.
ZIELE: Anlässlich des Investorentags von Anfang Dezember sah sich das ZFS-Management für 2010 auf Kurs, die angestrebten Ergebnisverbesserungen von 900 Mio USD zu erreichen. Zudem wurde die Zielsetzung bestätigt, mittelfristig eine operative Eigenkapitalrendite nach Steuern (BOPaT ROE) von 16% erwirtschaften zu wollen.
Ein neues Ziel formulierte ZFS damals betreffend der Kosten. Auf Gruppenebene sollen die Gesamtkosten (ohne Provisionen) bis 2012 um 5% oder 500 Mio USD gesenkt werden. Allein die Sachversicherungssparte soll dazu 350 Mio USD beitragen. Einen Personalabbau zur Erreichung der Kostenreduktion sei aber nicht vorgesehen. Zudem strebt der Versicherer eine beschleunigte Freisetzung von Risikokapitalunterlegung im Umfang von 1,5 Mrd USD bis 2015 an.
Im Sachgeschäft bestätigte die Gruppe, dass sie bis 2013 bei Entwicklung der Combined Ratio verglichen mit den Konkurrenten um 3 bis 4 Prozentpunkte besser abschneiden will. Dazu sollen ein verbessertes Zeichnungs- und Schaden-Management, die Senkung von Kosten sowie Wachstum in profitablen Segmenten führen.
PRO MEMORIA: In Bolivien ist die ZFS-Tochter AFP Futuro mit weiteren Verstaatlichungsplänen von Präsident Evo Morales konfrontiert. Eine vor Weihnachten 2010 eingereichte Gesetzesvorlage sieht vor, die zwei in Bolivien privat von der ZFS und der spanischen BBVA-Gruppe geführten Pensionskassen zu verstaatlichen. Seit der Privatisierung des Pensionssystems in Bolivien im Jahr 1996, teilen die beiden Unternehmen die Verantwortung darüber. Zusammen verwalten die beiden Kassen gegenwärtig ein Vermögen in der Höhe von rund 3 Mrd USD von 1,3 Mio Bolivianern.
an/are/mk

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