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(Neu: Aktienkurs, Analysten, Details.)
ESSEN (awp international) - Hohe Belastungen in Australien haben den grössten deutschen Baukonzern Hochtief im ersten Quartal tief in die Verlustzone gedrückt. Ein kräftiger Anstieg beim Auftragseingang und beim Auftragsbestand machten am Montag bei Vorlage des Quartalsberichts aber für die künftige Entwicklung Hoffnung. Nach dem Durchmarsch des spanischen Grossaktionärs ACS auf der Hauptversammlung am vergangenen Donnerstag und der Einsetzung einer neuen Führung steht der Konzern vor wichtigen weiteren Weichenstellungen. Nach einer monatelangen Übernahmeschlacht strebt der hoch verschuldete Baukonzern ACS bis zur Jahresmitte die Mehrheitsübernahme von Hochtief an.
Der mit Ablauf der Hauptversammlung ausgeschiedene Hochtief-Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter hatte seinen Rückzug mit dem Druck der Spanier begründet. Neuer Hochtief-Chef ist der bisher für das Europa-Geschäft zuständige Manager Frank Stieler. Die defizitären Australienaktivitäten dürften zu Beginn einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden. Unter anderem Probleme bei Grossprojekten sorgten dort für hohe Belastungen. Für die ersten drei Monate des Jahres ergab sich im Konzern so ein Verlust von 169,5 Millionen Euro nach einem Gewinn von 34,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz des MDax -Konzerns erhöhte sich unterdessen dank einer guten Auftragslage um 10,6 Prozent auf 4,919 Milliarden Euro. Beim Ergebnis vor Steuern (EBT) ergab sich ein Einbruch auf minus 444,8 (Vorjahreszeitraum +120,5) Millionen Euro.
AM FINANZMARKT ÜBERWIEGT ERLEICHTERUNG
Am Finanzmarkt wurde der Quartalsbericht unterdessen mit Erleichterung aufgenommen. Die Aktien legten im frühen Handel um 2,40 Prozent auf 58,88 Euro zu, während der MDax 0,81 Prozent nachgab. Am Markt war Schlimmeres befürchtet worden. Händler zeigten sich vom Auftragseingang positiv überrascht. Auch der Verlust sei insgesamt weniger dramatisch als befürchtet ausgefallen, hiess es. Die Cheuvreux-Experten sehen es ähnlich: Das erste Quartal sei besser als befürchtet ausgefallen, und die zuletzt sehr schwache Hochtief-Aktie sollte daher zur Gegenbewegung ansetzen.
Der zuletzt erheblich gesenkte Ausblick für 2011 wurde am Montag ebenso bestätigt wie die Prognosen für 2012 und 2013. Die Essener rechnen wegen der Lasten in Australien für 2011 mit einem etwa auf die Hälfte zum Vorjahr reduzierten EBT. Der Konzerngewinn soll im laufenden Jahr das Niveau des Vorjahres aber übertreffen. Des Weiteren rechnet Hochtief 2011 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Auftragseingang, Leistung und Auftragsbestand dürften aber unter den Werten des Vorjahres liegen. Im ersten Quartal lag der Auftragsbestand mit 45,6 (+25%) Milliarden Euro weiter auf einem sehr hohen Niveau, hiess es. Der Auftragseingang schnellte dabei um 56,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro in die Höhe.
FLUGHAFEN-GESCHÄFT STEHT ZUM VERKAUF
Während Australien im ersten Quartal schwächelte, entwickelten sich die anderen Bereiche positiv. Sie konnten die Leighton-Verluste insgesamt aber nicht ausgleichen. Hochtief Americas, Hochtief Europe und auch das teilweise zum Verkauf stehende Betreibergeschäft (Concessions) steigerten den Gewinn. Das in Conessions gebündelte Flughafen-Geschäft wollen die Essener an Investoren verkaufen oder an der Börse platzieren./jha/fn/wiz

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