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Bank Sarasin plant Übernahme der Aktienmehrheit an der NZB Holding

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 08:10 publiziert

Basel (awp) - Die Sulzer-Affäre hat tiefgreifende Konsequenzen für die Neue Zürcher Bank NZB. Nach schweren Vorwürfen der Finanzmarktaufsicht FINMA gibt die Bank ihre Selbständigkeit auf: Sie wird von der Bank Sarasin mehrheitlich übernommen. Der Geschäftsführer der NZB, Martin Eberhard, muss gehen.
Wie die Bank Sarasin am Dienstag mitteilte, plant sie - vorbehältlich einer Due Diligence und der Zustimmung der zuständigen Behörden sowie der bisherigen NZB-Aktionäre - die Übernahme von voraussichtlich 51-60% an der in Zürich domizilierten NZB Holding. Über den Übernahmepreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Der Kauf der Aktienmehrheit an der NZB erfolge vor dem Hintergrund der personellen Veränderungen in der NZB sowie den jüngsten Entscheidungen der FINMA im Zusammenhang mit der Untersuchung in Sachen Sulzer, heisst es. Die Übernahme diene der "Vertrauensbildung bei Kunden und Mitarbeitern der NZB". Die Bank Sarasin will den Angaben zufolge die Geschäftstätigkeit der NZB Neue Zürcher Bank "konsequent auf das Brokerage-Geschäft ausrichten". Die NZB werde sich aus dem Private Banking Geschäft zurückziehen.
Wie die FINMA am Dienstag mitteilte, hat sie ihre Untersuchung der Rolle der Banken beim Beteiliungsaufbau der Everest Holding der russichen und österreichischen Investoren Vekselberg, Pecik und Stumpf im Jahre 2007 abgeschlossen hat. Zu den involvierten Banken gehörten u.a. die ZKB, die Zweigniederlassung Zürich der Deutchen Bank (DBZ) und die NZB. Während bei der ZKB und der DBZ die für den Sulzer-Positionsaufbau verantwortlichen Personen bei Verfahrensabschluss das jeweilige Institut bereits verlassen hätten und sich deswegen die Prüfung personeller Massnahmen erübrigt habe, habe die FINMA nun gegenüber der NZB auch personelle Massnahmen angeordnet, schreibt sie.
Wie die NZB in einer eigenen Mitteilung schreibt, hat sie die Verfügung der FINMA in Sachen Sulzer "zur Kenntnis genommen und akzeptiert diese". In diesem Zusammenhang verlasse NZB-Geschäftsführer Martin Eberhard die Bank. Der Verwaltungsrat bedauere dies, heisst es, da er als Mitbegründer der NZB und deren Geschäftsführer in den letzten neun Jahren massgeblich zum Erfolg der Bank beigetragen habe. Nachfolger wird per sofort Frank Gut, derzeit Chief Financial Officer der NZB. Der Verwaltungsrat der NZB "begrüsst" laut der Mitteilung ausserdem das Angebot der Bank Sarasin.
Die Bank Sarasin hatte im 2007 ihr Brokeragegeschäft in der Schweiz an die NZB Neue Zürcher Bank AG verkauft und war seither über die NZB Holding mit 40% an der NZB Neue Zürcher Bank AG beteiligt.
uh/ra

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