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FRANKFURT (awp international) - Banken sollen nach der Finanzkrise strenger reguliert werden. Damit sei aber nicht das Problem behoben, dass einige Banken zu gross seien, um insolvent zu gehen, kritisiert Gerhard Hofmann, Vorstandsmitglied im Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Mittwoch). Die Quintessenz von "Basel II" war eine vom Risiko abhängige Eigenkapitalunterlegung von Finanzgeschäften. "Diese Risikosensitivität wird beibehalten, aber sie wird nachgebessert, zum Beispiel im Bereich der Verbriefungen und im Handelsgeschäft, wo die Kapitalunterlegung zu niedrig war oder mit Hilfe geschönter Ratings umgangen wurde", erklärt Hofmann.
"Basel III" werde von Banken mehr Eigenkapital von besserer Qualität verlangen. "Hinzu kommen Puffer für Stressszenarien und gegebenenfalls eine übermässige Kreditexpansion. Ausserdem gibt Basel zum ersten Mal quantitative Liquiditätsvorschriften vor, mit dem Ziel, dass eine Bank einen Monat ohne Zugang zum Geldmarkt überlebt." Die angestrebten strengeren Vorgaben zur Höhe und Qualität des Kernkapitals träfen alle Banken, auch diejenigen, die ein konservatives, auf Privatkunden und Mittelstand ausgerichtetes Geschäftsmodell betreiben.
Nach jetzigem Kenntnisstand seien die Kapitalanforderungen für diese Institute aber eher zu restriktiv, während das von Banken mit risikoreicher Geschäftstätigkeit zusätzlich aufzubauende Eigenkapital zu niedrig sein dürfte. Hier werde zu viel über einen Kamm geschoren. Damit würden die Ursachen der Finanzkrise und die spezifischen Risikoquellen zu wenig berücksichtigt./ep/wiz

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