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MANNHEIM (awp international) - Die Geschäfte beim weltgrössten Chemiekonzern BASF könnten nicht besser laufen: Die Ludwigshafener sind vor allem dank anhaltendem Asien-Boom und der Cognis-Übernahme mit neuen Höchstmarken bei Umsatz und Ergebnis in das Jahr 2011 gestartet. BASF plane weiterhin, den Spitzenwert des Jahres 2010 beim Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen signifikant zu übertreffen, sagte der scheidende BASF-Chef Jürgen Hambrecht am Freitag. ?Wir werden auch 2011 eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen."
Bei der Prognose geht BASF davon aus, dass die Tochter Wintershall die Erdölförderung in Libyen im laufenden Jahr nicht mehr aufnehmen kann und rechnet den Effekt raus. Durch den Produktionsstopp in Libyen wird der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erheblich belastet, unterm Strich wirkt es sich dagegen kaum aus. Der libysche Staat erhebt auf die Produktion sehr hohe Steuern. Im vergangenen Jahr setzte BASF rund 1,7 Milliarden Euro in Nordafrika um, den grössten Teil davon in Libyen. Von den rund 1,3 Milliarden Euro an EBIT blieb in Libyen aufgrund der hohen Steuern nur noch ein Nettoergebnis von 70 Millionen Euro übrig. Seit dem Ausbruch der Unruhen stehen die BASF-Förderanlagen in Libyen still. Wintershall ist seit 1958 in dem Land und förderte dort bislang täglich bis zu 100.000 Barrel Öl.
JAPAN BIRGT RISIKEN
Trotz konjunkturellem Rückwinds warnte der Chemiekonzern auch vor möglichen Folgen des Erdbebens in Japan. Lieferengpässe etwa bei elektronischen Bauteilen aus Japan könnten Produktionsausfälle in einigen BASF-Abnehmerindustrien nach sich ziehen, hiess es. Besonders betroffen dabei seien die Automobil- und Elektroindustrie. Dadurch könnte das globale Wachstum im Jahresverlauf gebremst werden.
REKORDQUARTAL
In den ersten drei Monaten 2011 erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuer (EBIT) und Sondereffekten um knapp 40 Prozent auf 2,732 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft 1,954 Milliarden Euro ausgewiesen. Unter dem Strich blieben nach 1,029 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum 2,411 Milliarden Euro. Darin enthalten war ein Buchgewinn aus dem Verkauf des Anteils an K+S .
Der Umsatz kletterte von Januar bis März um 25 Prozent auf 19,361 Milliarden Euro. Kräftig wachsen konnte BASF in allen Regionen und in fast allen Geschäftsbereichen. Die Sparte Performance Products profitierte dabei vor allem von der jüngsten Übernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis. BASF hatte Cognis im vergangenen Jahr für rund 3,1 Milliarden Euro übernommenen. BASF übertraf bei allen Kennziffern deutlich die Schätzungen der Analysten. Die Aktie sank dennoch in einem freundlichen Markt in den ersten Handelsminuten um 0,92 Prozent auf 65,390 Euro.
Die US-Konkurrenten Dupont und Dow Chemical legten bereits ihre Quartalszahlen vor und verzeichneten einen Gewinnsprung. Unter anderem profitierten die beiden Unternehmen von einer starken Nachfrage aus den Schwellenländern Asiens und Südamerikas. Dupont erhöhte überraschend sogar das Gewinnziel für 2011./mne/stk

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