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(Mit Analystenstimmen und Aktienkurs)
Basel (awp) - Die Basilea Pharmaceutica AG hat im ersten Halbjahr 2010 die Umsätze deutlich gesteigert und den Verlust reduziert. Das Basler Pharmaunternehmen hat laut Analysten dank Einmaleffekten klar besser als erwartet abgeschnitten und rechnet neu mit einem tieferen monatlichen Reinverlust.
Die Umsätze (Produktumsatz und Umsatz aus Verträgen) erhöhte Basilea im ersten Halbjahr auf 53,1 (VJ 12,2) Mio CHF.
Der Umsatz aus Verträgen stieg auf 39,1 Mio CHF von zuvor 4,2 Mio CHF. Diese Zunahme sei sowohl auf die beschleunigte Realisierung von Abschlags- und Meilensteinzahlungen in Zusammenhang mit der Kündigung der Lizenzvereinbarung für Ceftobiprol als auch auf die Realisierung von Umsätzen aus den Kooperationen mit Astellas und Almirall zurückzuführen.
Darüber hinaus wuchs der Produktumsatz von Toctino auf 13,6 (7,4) Mio CHF. In Deutschland, Grossbritannien und Dänemark seien die Verkaufsaktivitäten forciert worden. Ausserdem konnte Basilea in Frankreich und der Schweiz mit dem Produkt zur Behandlung von schweren chronischen Handekzemen nach der Markteinführung erstmals Umsätze generieren.
Mit dem neuen Partner Almirall steht die Markteinführung von Toctino in Italien und Österreich bevor. Ausserdem rechnet CEO Anthony Man bis Ende Jahr mit der Markteinführung in Kanada. Geplant sei weiter der Roll-Out in Norwegen und Finnland. In den USA läuft derzeit eine Zulassungsstudie. 90% der dafür zu rekrutierenden Patienten seien bis dato ausgewählt worden, erklärte der CEO. Die Studiendaten dürften gegen Ende 2011 zu einem Abschluss kommen. Die Einreichung des Zulassungsantrags ist 2012 geplant.
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand belief sich in der Berichtsperiode auf 33,4 (44,5) Mio CHF. Astellas habe sich bei der Entwicklung für das Phase-III-Antimykotikum Isavuconazol an den Kosten beteiligt, begründet Basilea den Rückgang. Der Verwaltungs- und allgemeine Aufwand erhöhte sich insbesondere wegen Rechtskosten aus dem laufenden Schiedsgerichtsverfahren mit Johnson&Johnson auf 42,4 (34,8) Mio CHF. Insgesamt ergaben sich Betriebsaufwendungen von 76,8 (80,1) Mio CHF.
Der Betriebsverlust verringerte sich somit auf noch 23,7 (67,9) Mio CHF. Unter dem Strich verblieb ein Verlust von noch 24,9 (66,5) Mio CHF, wie das Pharmaunternehmen am Donnerstag mitteilte. Dies sei in erster Linie auf die Isavuconazol-Abschlagszahlung sowie den positiven buchhalterischen Einmaleffekt in Zusammenhang mit Ceftobiprol zurückzuführen. Pro Monat lag der Verlust bei 4,2 Mio CHF, unter Ausklammerung des Einmaleffekts betrug er 8,5 Mio CHF.
Der Nettokapitalfluss aus operativer Geschäftstätigkeit belief sich auf 16,2 Mio CHF, nach einem Abfluss im Vorjahr von 68,2 Mio CHF. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen erhöhten sich per Ende Juni 2010 auf 193,8 Mio CHF, nach 178,4 Mio zum Jahresende 2009.
Der Finanzmittelbestand habe sich dank bedeutenden Abschlagszahlungen weiter verbessert, wird CFO Ron Scott in der Mitteilung zitiert. "Darüber hinaus werden wir bei Erreichen bestimmter Meilensteine Anrecht auf zusätzliche Zahlungen haben und erwarten durch die Partnerschaft für Isavuconazol und die Kommerzialisierung von Toctino einen zunehmend positiven Einfluss auf unser Konzernergebnis."
Basilea rechnet im laufenden Jahr monatlich mit einem Reinverlust zwischen 3 und 4 Mio CHF. Damit hat das Unternehmen die Net-Loss-Guidance von bisher monatlich 9 Mio CHF gesenkt.
Aufgrund der eingeschränkten Gesundheitsbudgets in Europa und negativer Wechselkurseinflüsse, erwartet Basilea nun Toctino-Produktumsätze von etwa 30 Mio CHF für 2010. Bisher lag die Guidance bei 35 bis 45 Mio CHF.
Die Auseinandersetzung mit Johnson&Johnson sei weiterhin am Laufen. Den Entscheid des Schiedsgerichts erwartet Anthony Man vor Ende des Jahres.
Basilea hat sowohl mit dem Umsatz als auch mit dem Ergebnis klar besser als erwartet abgeschlossen. Die Differenz habe sich in erster Linie aufgrund von Einmaleffekten und guter Kostenkontrolle ergeben, schreibt Andrew Weiss von der Bank Vontobel. Enttäuschend sei die Verzögerung der Bekanntgabe erster Phase-II-Ergebnisse aus einer in den USA durchgeführten Studie für Toctino.
Bis um 11.50 Uhr verlieren Basilea 3,3% auf 58,50 CHF. Der Gesamtmarkt (SPI) gibt um 0,15% nach.
mk/uh

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