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MONHEIM (awp international)- Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat für sein Agrochemiegeschäft die Ende Juli gesenkten Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt. Das erste Halbjahr sei wegen ungünstigen Witterungsverhältnissen und wachsender Konkurrenz von Nachahmerpräparaten "enttäuschend" verlaufen, sagte Friedrich Berschauer, der scheidende Chef von Bayer CropScience, am Donnerstag in Monheim laut Mitteilung. Dabei gebe es nichts zu beschönigen. Unter der Voraussetzung einer Normalisierung der Marktverhältnisse im 2. Halbjahr sei 2010 weiter von einem leichten Rückgang des währungs- und portfoliobereinigten Umsatzes auszugehen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte "erheblich" sinken.
Die mittel- und langfristigen Aussichten für das Geschäft seien aber nach wie vor "sehr positiv", sagte Berschauer, der zum 1. Oktober sein Amt an seine Nachfolgerin Sandra E. Peterson übergibt. Sie sieht ihr Geschäftsfeld für künfige Herausforderungen gut aufgestellt und in einer starken Position. Die generellen Trends sprechen laut Berschauer weiter für den Agrochemiesektor. So steige die Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln, nach erneuerbaren Energien und Pflanzenfasern weiter. Dabei würden die Bedingungen für die Landwirtschaft wegen des Klimawandels immer schwieriger.
Mit Pflanzenschutzmitteln, Saatgut und verbesserten Pflanzeneigenschaften soll die Wachstumsstrategie im Bayer-Agrochemiegeschäft fortgesetzt werden. Neben internem Wachstum etwa durch neue Pflazenschutzmittel in den Jahren 2010 bis 2012, deren Spitzenumsatzpotenzial Berschauer weltweit bei jährlich über einer Milliarde Euro sieht, solle das Geschäft auch durch Forschungskooperationen wie nun beispielsweise mit dem staatlichen chinesichen Ölsaaten-Institut OCRI, Lizensabkommen und weitere Zukäufe gestärkt werden. Der klassische Pflanzenschutz solle dabei weiter gestärkt und der Anteil neuer, margenstarker Produkte ausgebaut werden./jha/ep

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