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Lausanne (awp) - Die Waadtländer Kantonalbank (BCV) hat das vergangene Geschäftsjahr nach eigener Einschätzung trotz schwieriger Bedingungen an den Finanzmärkten gut abgeschlossen. Zwar ging der Reingewinn aufgrund tieferer ausserordentlicher Erträge zurück. Der Bruttogewinn konnte dagegen im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden. Die Aktionäre kommen dabei in den Genuss einer attraktiven Ausschüttung.
Der Reingewinn (nach Minderheiten) sank in der Berichtsperiode um 16% auf 300,6 Mio CHF, während der Bruttogewinn um 11% auf 470,0 Mio CHF kletterte. Ohne den Rückgang beim ausserordentliche Ertrag (-87% auf 16,9 Mio CHF) wäre allerdings auch der Reingewinn gestiegen, sagte CEO Pascal Kiener am Donnerstag anlässlich der Bilanzmedienkonferenz in Lausanne. Im Vorjahr hatten insbesondere die Auflösung von Rückstellungen und die Veräusserung der spanischen Tochter A&G den Gewinn in die Höhe getrieben.
An der kommenden Generalversammlung wird die Ausschüttung einer Dividende von 21 (VJ 20) CHF sowie eine unveränderte Nennwertrückzahlung von 10 CHF je Aktie beantragt. Insgesamt sollen so 267 Mio CHF an die Aktionäre fliessen.
BETRIEBSERTRAG STEIGT
Der Betriebsertrag der Gruppe erhöhte sich im Jahr 2009 insgesamt um 5% auf 975,6 Mio CHF. Während in den Geschäftsbereichen Retail (+3,7%), Unternehmenskunden (+7,1%) und Trading (+47%) Ertragssteigerungen erzielt wurden, sank der Ertrag im Geschäft mit vermögenden Kunden (Wealth Management) um 2,5%. Dem Betriebsertrag stand ein auf 505,6 (504,6) Mio CHF erhöhter Geschäftsaufwand gegenüber. Die Cost/Income-Ratio verbesserte sich auf 60% von zuvor 63%.
Im Zinsengeschäft nahm der Erfolg um 1% auf 507,5 Mio CHF zu. Die Bank habe bei der Bewirtschaftung der neuen Kundengelder Vorsicht walten lassen und diese grösstenteils bei der SNB angelegt. Dies hatte einen Rückgang der Zinsmarge auf 1,45 (1,51)% zur Folge.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dientsleistungsgeschäft sank um 3% auf 328,6 Mio CHF. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft kletterte derweil nach dem Performance-Einbruch im Vorjahr um 166% auf 98,6 Mio CHF. Dagegen sank der übrige ordentliche Erfolg infolge tieferer Erträge aus Verkäufen von Finanzanlagen um 13% auf 40,9 Mio CHF. NEUGELDZUFLUSS VON 3,1 MRD CHF
Die BCV erfreute sich im vergangenen Jahr neuer Kunden: So sind der Bank Neugelder im Umfang von 3,1 Mrd CHF zugeflossen. Die verwalteten Vermögen stiegen um 14% auf 76,2 Mrd CHF. Der Vermögenszuwachs war mit 16% auf 58,4 Mrd CHF im Wealth Management besonders stark.
Diesen Bereich will die BCV auch in Zukunft weiter ausbauen. Die BCV werde im Wealth Management vor allem in der Waadt den Bekanntheitsgrad steigern und neue Kunden gewinnen, so Kiener. In der Schweiz soll das Geschäft mit vermögenden Kunden ebenfalls weiter forciert werden.
Wachstumsabsichten hat Kiener auch bei institutionellen Kunden. "Wir wollen dort vermehrt Pensionskassenguthaben anziehen und diese über lange Frist verwalten", sagte er. Zudem sollen im Kanton Waadt die Marktanteile im Retailgeschäft und bei KMU weiter gesteigert werden.
MITTELFRISTIGE ZIELE BESTÄTIGT
Erklärtes Ziel der BCV ist es, nachhaltig zu wachsen, um langfristig eine stabile Dividende ausschütten zu können. Mittelfristig will die Gruppe ihren Betriebsertrag um jährlich 4 bis 5% und ihren Bruttogewinn um jährlich 5 bis 8% steigern, bekräftigte der CEO die Ende 2008 aufgestellten Ziele. Längerfristig werden eine Eigenkapitalrendite (ROE) von 13 bis 14% (2009: 9,5%), eine Cost-Income-Ratio von 57 bis 59% und eine Tier 1 Ratio von 13% angepeilt. Letztere Kennzahl stand Ende 2009 bei 17,8%.
An der Börse haben die Anleger die über den Analystenerwartungen liegenden Ergebnisse sowie die hohe Dividende (inkl. Nennwertrückzahlung) mit Käufen belohnt, um 16 Uhr steht die BCV-Aktie dementsprechend 0,3% höher auf 464,50 CHF (SPI -1%). Die Titel hatten bereits im Vorfeld der Zahlenpublikation kräftig zugelegt, lag der Kurs Ende vergangener Woche doch noch unter der Marke von 445 CHF.
mk/uh

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