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Lausanne (awp) - Die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) hat im Geschäftsjahr 2010 die Gewinnzahlen trotz des Tiefzinsumfelds und der Millionenzahlungen aus der Beilegung des Streits mit der Steuerverwaltung verbessern können. Die Dividendenausschüttung an die Aktionäre fällt etwas höher aus als im Vorjahr.
Der Geschäftsertrag stieg insgesamt um 2% auf 995,8 Mio CHF, wie die Kantonalbank am Donnerstag mitteilte. Dem stand ein um 2% höherer Geschäftsaufwand von 515,7 (505,6) Mio CHF gegenüber, wobei vor allem der Personalaufwand mit der Einstellung neuer Mitarbeiter sowie Lohnanpassungen höher ausfiel als im Vorjahr. Unter dem Strich verbleibt eine ebenfalls um 2% gestiegener Bruttogewinn von 480,1 Mio CHF.
Der Zinsertrag verbesserte sich trotz eines deutlichen Anstiegs der Hypothekarausleihungen um 1% auf 511 Mio CHF. Der unterdurchschnittliche Anstieg sei auf die sehr niedrigen Zinsen und die vorsichtige Bewirtschaftung der liquiden Mittel, die grösstenteils bei der SNB angelegt wurden, zurückzuführen, so die BCV.
Deutlich verbessern konnte die Bank den Kommissionsertrag, der um 7% auf 352 Mio CHF anstieg. Vor allem Kommissionen aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft entwickelten sich mit einem Plus von 4% erfreulich. Im Handelsgeschäft sank der Ertrag um 1% auf 97,6 Mio CHF.
Während die Abschreibungen leicht zurückgingen (-2% auf 77,6 Mio CHF), verringerten sich die Wertberichtigungen und Rückstellungen um mehr als zwei Drittel auf gerade noch 5 Mio CHF. Dank der Auflösung von Rückstellungen stieg zudem der ausserordentliche Ertrag stark an.
Unter dem Strich verbesserte sich der Reingewinn vor Minderheiten um 4% auf 314,1 Mio CHF. Darin berücksichtigt sei auch die Beilegung der Auseinandersetzung mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), die zu einer Zahlung von 34 Mio CHF betont die Bank. Ohne diese Transaktion hätte die Gewinnsteigerung sogar 13% betragen.
Mit den Resultaten hat die BCV die Vorgaben der Analysten beim Betriebsertrag und beim Bruttogewinn zwar enttäuscht, beim Reingewinn aber übertroffen. Im Durchschnitt (AWP-Konsens) hatten die Analysten einen Reingewinn von 301,6 Mio, einen Bruttogewinn von 497,1 Mio und einen Betriebsertrag von 1'016,1 Mio CHF erwartet.
Die Bilanzsumme der Kantonalbank blieb mit 35,6 (35,7) Mrd CHF fast unverändert. Eine starke Expansion erlebten allerdings erneut die Hypothekardarlehen, die um 8,0% auf 20,3 (18,8) Mrd CHF zulegten. Die übrigen Kredite sanken dagegen etwas. Die Kundeneinlagen in Spar- und Anlageform legten mit einem Plus von 11% auf 10,9 Mrd CHF erneut deutlich zu.
Die verwalteten Vermögen verringerten sich um 1% auf 75,8 (76,2) Mrd CHF. Das sei auf die Entwicklung der Märkte der Märkte und insbesondere auf die Wechselkursentwicklung zurückzuführen, so die BCV. Insgesamt flossen der Bank im vergangenen Jahr Neugelder im Umfang von 0,76 (3,1) Mrd CHF zu.
An der kommenden Generalversammlung wird den Aktionären die Ausschüttung einer Dividende von 22 CHF sowie eine Auszahlung aus der gesetzlichen Kapitaleinlagereserve von 10 CHF je Aktie beantragt. Insgesamt sollen so 275 (267) Mio CHF ausgeschüttet werden. Im vergangenen Jahr hatte die BCV eine Dividende von 21 CHF sowie eine Nennwertrückzahlung von 10 CHF je Aktie geleistet.
Allgemein sieht die BCV derzeit ein sich besserndes Wirtschafts- und ein weiterhin unsicheres Finanzmarktumfeld. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011 erwartet sie deshalb einen vergleichbaren Geschäftsgang wie im vergangenen Jahr, wie sie schreibt.
Wie die Bank weiter mitteilte, soll Stephan Bachmann neuer Vizepräsident des Verwaltungsrat werden. Er löst Jean-Luc Strohm ab, der sein Amt wegen des Erreichens der Altersgrenze an der Generalversammlung vom 5. Mai niederlegt. Wie bereits früher mitgeteilt, soll zudem Reto Donatsch neu zur Wahl in das Gremium vorgeschlagen werden.
tp/rt

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