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(umgeschrieben und ergänzt mit weiteren Details und Analystenstimmen)
Basel (awp) - Die Bell-Gruppe ist im ersten Halbjahr 2010 dank der guten Entwicklung des Schweizer Geschäftes weiter gewachsen. Sowohl beim Umsatz, wie auch beim Betriebsergebnis und Reingewinn legte der Fleischverarbeiter zu. Gegenüber dem Vorjahr rechnet der Konzern mit einem höheren Jahresergebnis.
Der Gruppen-Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 1,9% auf 1'268,8 Mio CHF, das operative Ergebnis (EBITDA) um 5,7% auf 87,8 Mio CHF. Unter dem Strich blieb ein knapp 22% höherer Reingewinn von 26,5 Mio CHF, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Mit den vorgelegten Zahlen hat Bell die Schätzungen der Analysten beim Umsatz knapp verfehlt, beim EBITDA ziemlich genau getroffen und beim Reingewinn - wegen eines über den Erwartungen ausgefallenen Finanzergebnisses - übertroffen.
In der Schweiz stieg der Umsatz um 2,1% auf 887 Mio CHF. Während der Konsum von Fleisch in den eigenen vier Wänden zunahm, hat der Ausser-Haus-Konsum stagniert. Für das Umsatzwachstum sorgte insbesondere das teurere Rind- und Kalbfleisch, während Schwein weniger gefragt war. Der Bereich Frischfleisch legte insgesamt um 5% auf 398 Mio CHF zu. Rückläufig waren die Verkäufe im Charcuterie-Geschäft (-3,5% auf 215 Mio), wobei zwei Drittel des Rückgangs auf tiefere Preise zurückzuführen seien.
Auch der Geflügel-Umsatz nahm ab (-0,7% auf 170 Mio CHF). Im Convenience-Geschäft konnte Bell den Umsatz um 6,4% auf 40 Mio CHF steigern, was unter anderem mit neuen Produkten wie "Wraps" erklärt wird. Beim Seafood verzeichnete das Unternehmen ein Plus von 14,9% auf 52 Mio CHF. Überproportional zugelegt hätten hier Produkte aus Zucht und nachhaltigen Labelprogrammen.
Im Unterschied zur Schweiz blieb der Handel in Deutschland laut Communiqué krisenbelastet. Auch in Frankreich spürte Bell die konjunkturelle Erholung noch nicht. Dagegen besserte sich die Lage in Osteuropa. Der Auslandumsatz legte insgesamt um 0,7% auf 381 Mio CHF zu, wobei das Wachstum u.a. auf die Ende 2009 zugekaufte Marco Polo zurückzuführen sei.
Keinen Einfluss auf das Halbjahresergebnis hat der Brand des grossen Kühlhauses der Bell-Tochter Frigo St. Johann AG in Basel vom März und April: Der gesamte Schaden sei durch Versicherungen gedeckt, hiess es. Beide vom Feuer betroffenen Kühlhausgebäude sollen im Herbst 2010 abgebrochen werden. Die Frigo solle auch künftig zu den führenden Anbietern von Logistikdienstleistungen im Kühl- und Tiefkühlbereich gehören. Die dazu gehörenden Planungsarbeiten seien im Gange, hiess es.
Bezüglich Ausblick zeigt sich Bell zuversichtlich und rechnet dank der Resultate im ersten Halbjahr und den "weiterhin intakten Aussichten" mit einem gegenüber Vorjahr höheren Jahresergebnis. Während die Rohmaterialpreise bisher verhältnismässig stabil gewesen seien, werden im Verlauf des Jahres "eher festere Preise" erwartet. In der Schweiz sei auch für das zweite Halbjahr von einer soliden Entwicklung auszugehen, in Europa erwartet Bell aus konjunktureller Sicht eine "stabile bis leicht positive Lage".
An der Börse haben die News zwar keine grossen Wellen geworfen, aber doch zu Avancen geführt. Die Aktie steht kurz vor 12 Uhr 3% höher bei 1'648 CHF, allerdings sind erst 7 Titel gehandelt. Analysten äussern sich recht positiv zum Abschluss. Vor allem im Heimmarkt habe Bell trotz schwierigem Grillwetter gut abgeschnitten, meint man bei der ZKB. Sie Stuft die Titel neu mit "Marktgewichten" (alt: Untergewichten) ein. Die Bank Vontobel spricht angesichts des schwierigen Umfelds ebenfalls von einer guten Leistung. Sie bewertet die Aktien mit "Hold".
uh/ch

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