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MELBOURNE (awp international) - Nach mehreren gescheiterten Übernahmeversuchen will der weltgrösste Bergbaukonzern BHP Billiton künftig stärker aus eigener Kraft wachsen. Bis Ende 2015 will das Unternehmen mehr als 80 Milliarden US-Dollar in neue Förderprojekte investieren, wie Vorstandschef Marius Kloppers in der Nacht zu Mittwoch mitteilte. Fest im Blick habe er bereits einige Eisenerz- und Kohleprojekte.
In der ersten Hälfte des bis Ende Juni laufenden Geschäftsjahres fuhr der Konzern dank der unaufhaltsam steigenden Rohstoffpreise Rekordgewinne ein. Der Überschuss stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71,5 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar. Die operative Marge lag bei 46 Prozent. Der Umsatz wuchs um 39 Prozent auf 34,2 Milliarden Dollar. Das Unternehmen verzeichnete zudem einen Mittelzufluss von 12,2 Milliarden Dollar, das ist ein Zuwachs von 123 Prozent.
BHP Billiton hat inzwischen 16,1 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Dieses Geld hätte Vorstandschef Kloppers gern für den Kauf des weltgrössten Düngemittelherstellers Potash aus Kanada ausgegeben. Er musste aber im Herbst sein 39-Milliarden-Dollar-Angebot wegen des Widerstandes der kanadischen Regierung aufgeben. Die Zusammenlegung der australischen Eisenerzaktivitäten mit denen der Konkurrenten Rio Tinto scheiterte bereits zuvor am Widerstand von Kartellbehörden.
Als Trostpflaster für seine Aktionäre kündigte BHP nun an, sein Aktienrückkaufprogramm auf 10 Milliarden Dollar mehr als zu verdoppeln. Es soll in diesem Kalenderjahr abgeschlossen werden. Zudem bekommen die Anteilseigner eine um 10 Prozent auf 46 Cent je Aktie steigende Halbjahresdividende. Analysten hatten allerdings eine höhere Ausschüttung erwartet. An der Londoner Börse ging es für die BHP-Aktien am Mittwoch zum Handelsauftakt um rund 1,2 Prozent nach unten.
"Vorsichtig optimistisch" blickt das Unternehmen auf die nächsten Monate. Es gebe kurzfristig einige Risiken für den Aufschwung - etwa eine drohende Inflation in China und die hohen Schulden in vielen westlichen Ländern. Langfristig rechnet BHP aber weiter mit einem stark wachsenden Rohstoffhunger in der Welt.
Derzeit steigen die Rohstoffpreise zum Ärger vieler Industrien wie etwa der Stahlbranche kräftig an. Das liegt zum einen an der ungebremst hohen Nachfrage vor allem aus China. Hinzu kommen Produktionsengpässe, die sich durch Unwetter in vielen Bergbauregionen der Welt wie Australien, Südamerika und Südafrika zuletzt verschärften.
Nutzniesser sind die Bergbaukonzerne. BHP-Konkurrent Rio Tinto hatte in der vergangenen Woche bereits deutlich gemacht, dass die wetterbedingten Produktionsausfälle durch die steigenden Preise mehr als wettgemacht würden. Rio Tinto hatte 2010 seinen Nettogewinn auf 14,3 Milliarden Dollar fast verdreifacht./enl/alg/tw

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