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MELBOURNE (awp international) - Im Falle einer gelungenen Übernahme des kanadischen Düngemittelproduzenten Potash erwägt der weltgrösste Bergbaukonzern BHP Billiton , einen Teil der dazugewonnen Geschäftsfelder wieder zu verkaufen. So könnten die Phosphat- und Stickstoff-Aktivitäten losgeschlagen werden, berichteten Analysten aus einer Konferenz mit dem BHP-Management. Darin habe der Vorstand deutlich gemacht, dass er es vorrangig auf das Kaligeschäft von Potash abgesehen habe. Interesse an den möglicherweise zum Verkauf stehenden Potash-Geschäften bekundete der kanadische Agrarkonzern Agrium am Montag in einem Interview. Das Phosphat und Stickstoffgeschäft von Potash wird auf einen Wert von rund 12 Milliarden US-Dollar geschätzt.
BHP Billiton will Potash feindlich übernehmen. Dafür bietet der Konzern derzeit 130 US-Dollar je Aktie - das entspricht einem Gesamtpreis von 39 Milliarden Dollar. Potash wies das Gebot als viel zu niedrig zurück und rief seine Aktionäre auf, nicht auf die BHP-Offerte einzugehen. Potash selbst bemüht sich um einen "Weissen Ritter" - einen anderen Investor, mit dessen Hilfe das Unternehmen die Übernahme durch BHP abwehren oder zumindest den Preis deutlich nach oben treiben könnte. Spekuliert wird unter anderem über Interesse von chinesischen Staatsunternehmen. Bislang hat sich aber noch kein Interessent öffentlich aus der Deckung gewagt.
Analysten erwarten, dass BHP sein Angebot aufstocken muss, um zum Zuge zu kommen. Die Potash-Aktie notierte am Freitag bei knapp 148 Dollar - 14 Prozent über der BHP-Offerte. In dem Pokerspiel hielt sich BHP zuletzt bedeckt und warnte das Potash-Management, nicht zu überreizen. Man werde das Unternehmen nicht um jeden Preis kaufen, erklärte der Bergbaukonzern.
Mit der Potash-Übernahme will BHP Billiton sein Geschäft verbreitern. Als weltweit erster Bergbaukonzern ist das Unternehmen bereits in das Ölfördergeschäft eingestiegen. Seit kurzem ist der Konzern auch mit einem eigenen Projekt im Kaliabbau tätig und würde nun mit dem Potash-Kauf auf einen Schlag zum Weltmarktführer. Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Düngemitteln weltweit angesichts des Bevölkerungswachstums in den kommenden Jahren steigen wird./RX/enl/mne/wiz

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