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Basel (awp) - Die Basler Kantonalbank (BKB) hat 2010 einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der BKB-Konzern, der aus dem Stammhaus BKB und der Bank Coop besteht, verdiente in allen Geschäftsfeldern weniger als im Vorjahr, wobei vor allem im volatilen Handelsgeschäft ein scharfer Rückgang resultierte. Die Ausschüttung an die PS-Inhaber bleibt aber unverändert.
BKB-Verwaltungsratspräsident Andreas Albrecht gab sich vor den Medien in Zürich dennoch zufrieden mit dem Ergebnis: Immerhin handle es sich um das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte der Bank. Der Konzerngewinn reduzierte sich zum Vorjahr um 12,1% auf 254,3 Mio CHF. Der Bruttogewinn lag mit 342,5 Mio CHF um 13,8% unter dem Vorjahreswert. Zum Gewinnrückgang beigetragen habe auch, dass die BKB 2009 noch verschiedene Beteiligungen hatte veräussern können, hiess es.
EINBRUCH IM HANDELSGESCHÄFT
Die Ergebnisse zeigten, dass die Basler Kantonalbank mit ihrem Geschäftsmodell eine höhere Volatilität aufweise, aber auch über eine höhere Ertragskraft verfüge, sagte BKB-CEO Hans Rudolf Matter. Im Vergleich zu den meisten anderen Kantonalbanken hat das Handelsgeschäft bei der BKB einen deutlich höheren Anteil am Gesamtergebnis. Im Stammhaus BKB fiel der Rückgang des Reingewinns mit einem Minus von 9,4% auf 88,3 Mio CHF etwas geringer aus.
Im Zinsengeschäft verzeichnete der BKB-Konzern einen Rückgang um 3,3%. Wie bei anderen Banken machten die tieferen Margen und die Kosten für die Absicherungen für die Zinsänderungsrisiken zu schaffen. Der Kommissionsertrag ging auf Konzernebene um 0,8% zurück. Das Handelsgeschäft brach um 33,5% ein. Im Vorjahr hatte die BKB allerdings noch stark von hohen einmaligen Kursgewinnen aus dem Obligationen-Portfolio profitieren können.
SCHNELL INTEGRIERTE AAM
Die Bilanzsumme des BKB-Konzerns stieg dagegen um 7,7% auf rekordhohe 35,4 Mrd CHF. Sowohl die Spargelder (+9,1%) wie auch die Kundenausleihungen (+5,6%) konnten deutlich gesteigert werden. Bei den Hypothekarforderungen resultierte auf Konzernebene ein Wachstum von 4,3%. Im Stammhaus BKB nahm das Hypothekargeschäft allerdings lediglich um 2,0% zu: Angesichts der Warnungen der SNB vor Überhitzungen in dem Geschäft sei das "nicht unangenehm", sagte Matter.
Die verwalteten Vermögen stiegen auf Konzernebene um 2,5% auf 49,2 Mrd CHF. Im Stammhaus nahmen sie gar um 14,1% auf 33,0 Mrd CHF zu, was auf die Integration der 2009 übernommenen AAM zurückzuführen war. Die von der Baselbieter Kantonalbank übernommene Vermögensverwalterin sei bewusst "schnell und hart integriert" worden, wie Matter sagte. Dies resultierte in einem Vermögensabfluss von 631 Mio CHF: Schlussendlich seien auch mehr Kunden abgesprungen als erwartet, räumte der BKB-CEO ein.
SOLIDES ERGEBNIS 2011 ERWARTET
Für das laufende Jahr sieht die BKB aufgrund der globalen Konjunkturdynamik und der Euro-Schuldenkrise ein nach wie vor unsicheres Anlageumfeld. Auch das tiefe Zinsniveau dürfte sich erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 leicht erhöhen, sagte Matter. Für das Geschäftsjahr 2011 gehe er aber von einem "guten und soliden Ergebnis im Rahmen der bisherigen Ergebnisse" aus.
Die Inhaberinnen und Inhaber von Partizipationsscheinen (PS) sollen eine unveränderte Dividende von 3,30 CHF je BKB-PS erhalten. Einbussen hinnehmen muss allerdings der Kanton Basel-Stadt, für den die Gewinnablieferung um 8,3% auf 48,7 Mio CHF sinkt.
An der Börse warf der Abschluss keine grossen Wellen. Am Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr notierte der BKB-PS mit einem Kurs von 144 CHF knapp 0,1% unter dem Schlusskurs vom Vortag.
tp/dm

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