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Basel (awp) - Die Basler Kantonalbank (BKB) weist im ersten Halbjahr 2010 wegen der vollständigen Abschreibung des Goodwills auf der AAM Privatbank sowie wegen wegfallenden Sondererträgen einen starken Gewinnrückgang aus. Der Konzerngewinn sank um 32,8% auf noch 108,6 Mio CHF, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Von einer Wiederholung des Vorjahresergebnisses im Gesamtjahr geht die Bank nun nicht mehr aus.
Mit der vollständigen Abschreibung des AAM-Goodwills bereits ein Jahr nach dem Kauf des Vermögensverwalters werde dieser die Rechnung in Zukunft nicht mehr belasten, sagte BKB-Sprecher Michael Buess am Donnerstag. Zudem hat die Kantonalbank auf ihrer 8,5%-Beteiligung an der Nationale Suisse eine Wertkorrektur um 5,9 Mio CHF nach unten vorgenommen. Weggefallen sind auch die im Vorjahr angefallenen Kursgewinne auf dem Obligationen-Portfolio sowie Sonderträge aus Beteiligungsverkäufen.
ANHALTENDER MARGENDRUCK
Der Bruttogewinn des BKB-Konzerns, der das Stammhaus BKB und die Bank Coop umfasst, sank - unter Ausklammerung der Kosten auf die IT-Migration - noch um 20,7% auf 174,9 (220,4) Mio CHF. Während das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft einen deutlich höheren Erfolg (+13,6% auf 100,5 Mio CHF) erzielte, lagen der Zinserfolg und vor allem der Handelserfolg klar unter dem Vorjahresniveau.
Das Zinsgeschäft (-7,7% auf 181,3 Mio CHF) litt unter dem Margendruck und weiter gestiegenen Kosten für die Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken, zudem seien die Anlagemöglichkeiten für überschüssige Liquidität eingeschränkt. Der Handelserfolg lag wegen der weggefallenen Kursgewinne auf eigenen Obligationen mit 55,1 Mio CHF sogar um 35,4% unter dem Vorjahr.
Der Geschäftsaufwand erhöhte sich wegen gestiegener Personalkosten um 9,6% auf 170,1 Mio CHF. Der Sachaufwand konnte dagegen gesenkt werden, wozu auch die IT-Migration auf Avaloq einen Beitrag leistete. Die Cost-Income Ratio verschlechterte sich im Konzern auf 49,3% (VJ 46,0%).
BILANZSUMME WEITER GESTIEGEN
Die Konzern-Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber Ende 2009 um 9,2% auf 35,8 Mrd CHF. Weiterhin konnte die Kantonalbank neue Kunden begrüssen - im Stammhaus BKB waren es noch 6'800 neue Kunden. Die Kundengelder erhöhten sich im Konzern um weitere 5,9% auf 23,0 Mrd CHF und auch die Kundenausleihungen stiegen mit einem Plus von 3,9% auf 23,8 Mrd CHF deutlich. Die Kundenvermögen legten um 2,4% auf 49,1 Mrd CHF zu.
Im Stammhaus BKB fiel der Gewinnrückgang mit einem Minus von 9,4% auf 40,8 Mio CHF weniger stark aus als im Konzern. Allerdings schwächte sich der Zinserfolg (-11,4%) deutlicher ab als im Konzern, während sich der Handelserfolg (-22,9%) etwas weniger stark verringerte. Das Kommissionsgeschäft verbesserte sich um 8,9%. Der Bruttogewinn sank um 15,0% auf 150,5 Mio CHF. Die Cost-Income-Ratio im Stammhaus stieg auf 39,2% (37,4%).
Die Bank Coop hatte ihr Halbjahresergebnis bereits Mitte Juli bekanntgegeben. Die Retailbank hatte einen Bruttogewinn von 46,6 Mio CHF (-1,6%) und einen leicht gestiegenen Reingewinn von 36,9 Mio CHF (+0,7%) ausgewiesen.
ERWARTUNGEN ZURÜCKGENOMMEN
Einen konkreten Ausblick auf das Gesamtjahr machte die BKB am Donnerstag nicht. BKB-Sprecher Buess bestätigte aber, dass die Bank nicht mehr davon ausgehe, den Jahresgewinn 2009 zu wiederholen. Wie hoch das Ergebnis ausfallen werde, hänge nicht zuletzt vom Verlauf der Börsen ab, so Buess.
"Das markante Wachstum bei den Kundenvermögen und der deutliche Ausbau von Marktanteilen im Bilanzgeschäft beinhalten nachhaltige Ertragspotenziale", wird Direktionspräsident Hans Rudolf Matter nun in der Medienmitteilung zitiert. Allerdings stünden dem ein anhaltend tiefes Zinsumfeld und eine unsichere Entwicklung an den Finanzmärkten gegenüber.
An der Börse wurde der Semesterabschluss am Donnerstagmorgen mit Kursabschlägen beim BKB-Partzipationsschein quittiert. Bis um 10.30 Uhr sinkt der PS um 1,1% auf 140,60 CHF.
tp/uh

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