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(neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz)
MÜNCHEN (awp international) - Der Münchener Automobilkonzern BMW hat ein starkes zweites Quartal eingefahren: Absatz, Umsatz und Ergebnis stiegen, wie aus der Mitteilung des Unternehmens vom Dienstag hervorgeht, und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Dabei kam den Münchenern vor allem die hohe Nachfrage in China unter anderem nach der Oberklassebaureihe 7er entgegen.
Gleichwohl vermied der Hersteller die grosse Euphorie. "Wir verlassen uns nicht allein auf China", stellte BMW-Chef Norbert Reithofer klar. Zudem liesse sich das starke Ergebnis des zweiten Quartals nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen, warnte Finanzvorstand Friedrich Eichiner. An der Börse wurden die Zahlen derweil bejubelt: "Herausragend" und "atemberaubend" lauteten Kommentare von Analysten. Die Titel setzten sich mit einem Plus von über vier Prozent an die Spitze des Leitindex Dax .
UMSATZ UND ERGEBNIS LEGEN KRÄFTIG ZU
Im Zeitraum von April bis Juni stieg der Umsatz um gut 18 Prozent auf 15,35 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs von 169 Millionen Euro im von der Krise geprägten Vorjahr auf 1,72 Milliarden Euro. Vor Steuern stand ein Gewinn von knapp 1,3 Milliarden Euro. Unterm Strich erwirtschaftete der Konzern 834 Millionen Euro, nach 121 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine erst jüngst angehobene Prognose. Demnach sollen die Verkäufe um zehn Prozent auf 1,4 Millionen Autos steigen. Das Ergebnis vor Steuern soll im Vergleich zum Vorjahr, als 413 Millionen Euro in der Bilanz standen, signifikant zulegen. Genauer wollten die BMW-Manager auch auf Nachfragen nicht werden. Im Automobilsegment soll eine EBIT-Marge von mehr als fünf Prozent erzielt werden. Im zweiten Quartal wurden den Angaben zufolge 9,6 Prozent erreicht. Für das erste Halbjahr wird die Marge bei den Autos mit 6,6 Prozent angegeben.
ABSCHWÄCHUNG IM DRITTEN QUARTAL ERWARTET
Für das dritte Jahresviertel stellt sich der Hersteller aber auf eine Abschwächung ein. "Wir können nicht davon ausgehen, dass der Absatz auf ähnlichem Niveau liegen wird", sagte der Finanzvorstand. Neben der saisonbedingten Schwäche aufgrund der Sommerferien kämen Ausgaben für die Markteinführung neuer Modelle, wie etwa die Kombi-Version 5er Touring, dem Geländewagen X3 oder dem kleinen Geländewagen Mini Countryman, hinzu.
Mit den neuen Modellen erwartet BMW auch einen höheren Anteil der Verkäufe in Europa und den USA, wodurch gleichzeitig der Anteil des chinesischen Markts sinke. "Dadurch werden sich dämpfende Effekte auf das Ergebnis gerade im dritten Quartal ergeben", sagte der Finanzvorstand. Eichiner erläuterte, die Preise in China lägen bislang deutlich über dem weltweiten Durchschnitt. Auch seien die vom Kunden geforderten Preisnachlässe deutlich geringer. Deshalb verdient BMW an den dort verkauften Fahrzeugen mehr. Um eventuelle regionale Markteinbrüche auszugleichen, streben die Münchener jedoch generell eine gleichmässige Verteilung der Verkäufe zwischen Nordamerika, Europa und China an.
Die guten Zahlen des zweiten Quartals sind massgeblich auf die Wende im Autogeschäft zurückzuführen. Mit den Marken BMW, Mini und Rolls-Royce wurde im zweiten Quartal 2010 ein EBIT von 1,32 Milliarden Euro erzielt. Derzeit liege die Auslastung der Werke deutlich über 90 Prozent, sagte der BMW-Chef. Im Vorjahr standen bei den Autos noch rote Zahlen in der Bilanz. Auch mit Motorrädern und den Finanzdienstleistungen verdiente BMW mehr Geld. Wegen stabilerer Gebrauchtwagenpreise in den USA und Grossbritannien löste BMW Rückstellungen von 100 Millionen Euro auf. Da zurückgenommene Leasingwagen in der Krise nur zu deutlich niedrigeren Preisen verkauft werden konnten, hatte BMW umfangreiche Rückstellungen gebildet./dct/ang/wiz

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