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Prilly (awp) - Der Verpackungsmaschinen-Hersteller Bobst ist im Geschäftsjahr 2010 dank Einmaleffekten wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem schwierigen Vorjahr hat die Gesellschaft wieder zum Wachstum und zur Profitabilität zurückgefunden, so dass auch ohne Einmaleffekte die Rechnung nur noch ganz leicht im roten Bereich schliesst. Eine Dividende gibt es trotzdem nicht. Für 2011 erwartet das Management weiteres Wachstum.
Für das Geschäftsjahr 2010 resultiert ein Betriebsgewinn (EBIT) von 61,3 Mio CHF, nach einem Betriebsverlust von 175,2 Mio CHF im Vorjahr. Der Reingewinn wird mit 49,3 Mio CHF ausgewiesen, nachdem 2009 ein Fehlbetrag von 160,7 Mio CHF resultiert hatte, wie der Verpackungsmaschinen-Hersteller am Mittwoch mitteilte.
Bereinigt um die Kosten für die Transformation der Gruppe und Einmaleffekte hätte sich ein Betriebsverlust von 4,3 Mio und ein Reinverlust von 1,8 Mio CHF ergeben, so die Mitteilung weiter. Der entsprechenden bereinigte Betriebsverlust für das Vorjahr wird mit 106,1 Mio CHF angegeben.
Mit den vorgelegten Zahlen hat Bobst die Erwartungen der Analysten teilweise erreicht.
Der Umsatz stieg um rund 21% auf 1'280 Mio CHF, wie bereits Mitte Februar mitgeteilt wurde. Die deutlichen Fortschritte sind vor allem auf den Geschäftsbereich Sheet-fed zurückzuführen, der bei einem Umsatzanstieg auf 625,7 Mio von 476,4 Mio CHF das Betriebsergebnis auf -0,1 Mio verbesserte von -160,9 Mio CHF.
Deutliche Verbesserungen resultierten auch im Geschäftssegment Web-fed. Dort nahm der Umsatz auf 363,7 Mio CHF zu von 247,1 Mio und wird ein Betriebsgewinn von 6,1 Mio CHF ausgewiesen, nach einem Verlust von 43,0 Mio.
Services verbesserte die Profitabilität deutlich auf 52,6 Mio CHF, nach 31,0 Mio im Vorjahr. Dabei legte der Umsatz auf 363,7 Mio CHF zu, nach 341,9 Mio im Vorjahr.
Der Generalversammlung wird wiederum vorgeschlagen, keine Dividende auszuschütten. Begründet wird der Dividendenverzicht damit, dass lediglich infolge von Einmal-Effekten ein Gewinn ausgewiesen werden kann. Letztmals zahle Bobst für 2007 eine Dividende von 3,50 CHF aus.
An der kommenden Generalversammlung stellt sich Christian Engel nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat zur Verfügung, wie es weiter heisst. Thierry de Kalbermatten hingegen ist zur Wahl für eine weitere Amtsperiode nominiert.
Für das laufende Jahr stellt das Management weiterhin einen Umsatz von 1,3 bis 1,4 Mrd CHF in Aussicht. Der Auftragsbestand zu Beginn 2011 sei besser als Anfang 2010, was eine höhere Auslastung der Produktionskapazitäten erlaube.
Das laufende Geschäftsjahr werde zwar zahlreiche Möglichkeiten bieten, sei aber auch von Unsicherheiten geprägt, heisst es weiter. Der Transformationsprozess der Gruppe werde fortgesetzt und die bereits 2010 verzeichneten positiven Auswirkungen sollten sich wiederum bemerkbar machen, so die Mitteilung weiter. Das Ergebnis der Gruppe könnte auch von Wechselkursschwankungen und möglichen ungünstigen Entwicklungen wie die kürzlichen Ereignisse in Japan oder im Nahen Osten deutlich beeinflusst werden.
rt/ra

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