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SEATTLE/LONDON (awp international) - Boeing sieht gute Zeiten für die Luftfahrt- Branche anbrechen. Davon werden nach Einschätzung des Flugzeugbauers nicht nur die Hersteller und Airlines profitieren, sondern auch die Passagiere: mit Flügen in schnellerer Taktung und weniger Zwischenstopps. "Die Flotte wird sich fast verdoppeln bis 2029", sagte Boeing-Marketingchef Randy Tinseth am Donnerstag. Am Ende sieht er 36 300 Maschinen in der Luft. Vor allem in den Schwellenländern wird seiner Meinung nach der Himmel voller.
Boeing geht in seinem 20-Jahres-Ausblick von einem jährlichen Wachstum des Luftverkehrs von 5,3 Prozent aus - womit der Verkehr schneller zulegen dürfte als die Weltwirtschaft allgemein. "Reisen sind sehr stabil", sagte Tinseth. Den Einbruch in der Krise sieht er schon bald wieder ausgeglichen.
Tinseth rechnet damit, dass bis 2029 insgesamt 30 900 neue Flugzeuge in die Luft gehen - entweder als Ersatz für vorhandene Maschinen oder zusätzlich. Auf Europa entfallen dabei immerhin 7190 Flieger. Hier wird nach Boeings Einschätzung fast die gesamte Flotte ausgetauscht, während in anderen Teilen der Welt einige ältere Maschinen im Einsatz bleiben. Viele alte Jets werden auch zu Frachtern umgebaut - auf eine Neubestellung kommen mehr als zwei umgebaute Passagiermaschinen.
Die Hersteller dürfen sich nach Boeings Kalkulation über Geschäfte von insgesamt 3.600 Milliarden Dollar (2.800 Mrd Euro) freuen, alleine die europäischen Gesellschaften werden demnach für 800 Milliarden Dollar ordern.
Die Erwartungen liegen über denen des Vorjahres, als die Krise die gesamte Branche ausgebremst hatte. Die Airlines schrieben rote Zahlen und stornierten reihenweise ihre Bestellungen bei Boeing und seinem europäischen Erzrivalen Airbus.
Mittlerweile hat sich die Stimmung wesentlich verbessert. Die Passagiere und die Fracht sind zurückgekehrt. Allerdings droht neues Ungemach: Die Hersteller von Regionaljets drängen in den Markt der grösseren Flieger. Zu den Herausforderern gehören neben der brasilianischen Embraer die kanadische Bombardier sowie aufstrebende chinesische und russische Hersteller.
"Wir beobachten diesen Markt sehr genau, weil daher unsere nächsten Wettbewerber kommen", sagte Tinseth. Dazu hat er demnächst viel Gelegenheit: Vom 19. bis 25. Juli trifft sich die Branche auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough. Boeing präsentiert dort seinen Hoffnungsträger 787 Dreamliner erstmals ausserhalb der USA.
Der mittelgrosse Langstreckenflieger hatte wegen seiner neuartigen Konstruktion aus leichten Verbundwerkstoffen für viel Ärger gesorgt. Nachdem die gröbsten Probleme aus dem Weg geräumt sind, widmet sich Boeing nun seinen anderen Baureihen. Bis zum Ende des Jahres soll nach Tinseths Worten die Entscheidung über die Zukunft der grossen 777 und der kleinen 737 fallen./das/DP/stb

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