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FRANKFURT (awp international) - Der Betriebsrat der Deutschen Börse warnt vor harten Einschnitten für den Finanzplatz Frankfurt im Falle einer Fusion mit der New Yorker NYSE. "Wir empfehlen den Aktionären der Deutschen Börse, das Übernahmeangebot abzulehnen", sagte Betriebsratschefin Irmtraud Busch am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt.
In einer elfseitigen Stellungnahme, die am Tag vor der Hauptversammlung des Dax-Konzerns öffentlich gemacht wurde, listet der Betriebsrat seine Bedenken auf. "Wir befürchten, dass zentrale Unternehmensentscheidungen künftig von New York aus getroffen werden und der Finanzplatz Deutschland an Bedeutung verlieren wird", erklärte Busch.
Die Deutsche Börse und die amerikanisch-europäische NYSE Euronext wollen den weltgrössten Börsenbetreiber schmieden. Der neue Konzern mit Zentralen in Frankfurt und New York wird den Plänen zufolge zwar zu 60 Prozent in Händen der Deutsche-Börse-Eigentümer sein. Doch das operative Geschäft soll der derzeitige NYSE-Chef Duncan Niederauer führen, sein Pendant von der Deutschen Börse, Reto Francioni, ist als Vorsitzender des Verwaltungsrates vorgesehen.
Bis zum 13. Juli haben die Aktionäre der Deutschen Börse AG Gelegenheit, ihre Aktien der gemeinsam von Deutscher Börse und NYSE Euronext gegründeten niederländischen Holding (Alpha Beta Netherlands Holding N.V.) anzudienen. Insgesamt 75 Prozent der Anteilseigner müssen zustimmen, damit die Fusion seitens der Deutschen Börse möglich wird.
"Wir halten das Übernahmeangebot nicht für werthaltig", betonte Busch. Das Management gehe von Kosten- und Umsatzsynergien aus, die so nicht realistisch seien. Dazu komme: "Kostensynergien heisst immer Stellenabbau. Das wird im Rahmen der Fusion weitergehen", warnte Busch./ben/DP/edh

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