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Bosch erhofft sich vom weltweiten Solarmarkt grosses Potenzial

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2009 - 10:30 publiziert

STUTTGART (awp international) - Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch erhofft sich trotz eines momentan schwierigen Marktumfeldes vom weltweiten Solarmarkt grosses Potenzial. "Es wird zu einer Konsolidierung der Solar-Branche kommen?, sagt Holger von Hebel, Chef der Solarsparte, dem "Handelsblatt" (HB/Montagausgabe). "Es werden etwa zehn grosse Hersteller entstehen, die mehr als 50 Prozent des Marktes dominieren werden, und Bosch wird einer davon." Laut der Zeitung zählt die Solarindustrie in Deutschland 200 Unternehmen. Hinzu komme eine starke Phalanx an chinesischen Anbietern, die mittlerweile mehr als ein Drittel des Marktes beherrschen.
Bosch hatte im Sommer 2008 für mehr als eine Milliarde Euro den Thüringer Solarzellen-Produzenten Ersol übernommen. Eine weitere halbe Milliarde Euro steckt das Unternehmen am Ersol-Standort Arnstadt in ein neues Werk. Mit der mehrheitlichen Übernahme des Brandenburger Modulproduzenten Aleo für einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag baute Bosch sein Photovoltaik-Geschäft erst jüngst aus.
'ERSOL WIRD ROTE ZAHLEN SCHREIBEN'
Im laufenden Jahr kämpft die Bosch-Tochter wie auch ihre Wettbewerber mit fallenden Preisen und wegbrechenden Umsätzen. "Wir haben ein sehr schwieriges Jahr", räumte von Hebel ein. Den Vorjahresumsatz von 310 Millionen Euro werde Ersol nicht erreichen, auch wenn der der Absatz um ein Fünftel zugelegt habe. Wegen hoher Belastungen für die Vorleistungen für das neue Werk und enormen Preisdrucks werde Bosch bei Ersol rote Zahlen schreiben, fügte er hinzu. Für 2010 erwartet der Chef der Solarsparte ein positives EBIT. Hoffnungen setzt Bosch dabei auf das neue Werk in Thüringen, das im April 2010 anläuft: "Die deutlich besseren Kostenstrukturen werden schon im nächsten Jahr zum Tragen kommen."
Ein schwieriges Marktumfeld macht der gesamten Branche zu schaffen. Bei Solarworld brach im dritten Quartal trotz einer Absatzsteigerung der operative Gewinn um gut 60 Prozent auf 34,7 Millionen Euro ein. Noch härter traf es Q-Cells : Das Unternehmen aus Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) rutschte in dem Zeitraum operativ noch tiefer in die roten Zahlen als im zweiten Jahresviertel./ne/wiz

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