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LONDON/MOSKAU (awp international) - Der britische Ölmulti BP ist mit seiner Offensive zur Förderung von Öl im russischen Nordpolarmeer vorerst gescheitert. Dem Konzern gelang es nicht, den Widerstand des russischen Oligarchen-Konsortiums AAR gegen die Zusammenarbeit mit dem Staatskonzern Rosneft zu brechen, wie BP am Dienstag einräumte. Eine für alle Seite zufriedenstellende Lösung sei nicht innerhalb der am Montag abgelaufenen Frist für den geplanten Akteintausch zwischen Rosneft und BP gefunden worden, allerdings würden weitere Gespräche geführt. Das Scheitern gilt als herber Rückschlag für den von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gebeutelten Konzern BP bei der Suche nach neuen Erlösquellen.
BP, Rosneft und AAR hatten komplizierte Verhandlungen geführt. Der russische Staatskonzern Rosneft und der britische Ölriese hatten im Januar mit ausdrücklicher Billigung des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin einen Milliardendeal angekündigt. Einspruch kam vom AAR-Konsortium, das am BP-Gemeinschaftsunternehmen in Russland, TNK-BP, beteiligt ist. Die Oligarchen fühlten sich übergangenen und waren der Meinung, der Deal verstosse gegen das Aktionärsrecht. Seitdem scheiterten mehrere Schlichtungsversuche.
Zuletzt boten BP und Rosneft nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg den Oligarchen insgesamt 32 Milliarden US-Dollar, um ihnen den 50-prozentigen Anteil an TNK-BP abzukaufen. Das wäre ein satter Aufschlag zum derzeitigen Aktienkurs gewesen. An der Börse ist TNK-BP derzeit 44 Milliarden Dollar wert. Analysten gehen nun davon aus, dass Rosneft sich nach einem anderen Partner für die Förderung von Öl im Nordpolarmeer umschaut. Genannt wird etwa Shell .
BP-Chef Bob Dudley betonte, dass sein Konzern trotz der Verstimmungen an seinem Russland-Engagement festhalte. TNK-BP sei seit der Gründung 2003 für alle Seiten eine "ausgezeichnetes Investment" gewesen. "Es ist erfreulich, dass BP und AAR sich einig sind, über die Unstimmigkeiten der vergangenen Woche hinweg zusehen und sich voll auf das gemeinsam aufgebaute Geschäft zu konzentrieren", sagte Dudley. Ähnlich wird AAR-Sprecher Michail Fridman in der Mitteilung zitiert. TNK-BK steht für rund ein Viertel der gesamten BP-Förderung und für etwa ein Fünftel der Reserven des Konzerns./enl/nmu/wiz

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