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Sursee (awp) - Die Wäscheherstellerin Calida ist im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Verlustzone gerutscht. Verantwortlich sind dafür Sonderbelastungen bei der französischen Tochter Aubade. Der weltweite konjunkturelle Abschwung führte zudem zu geringeren Verkaufszahlen, der Betriebsgewinn wurde jedoch gesteigert und erreichte den höchsten Stand seit dem Börsengang des Konzerns im Jahr 1987. Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen von einer eher flachen Marktentwicklung aus und rechnet mit einem leichten Anstieg der Verkaufszahlen.
Der starke Franken belastet Calida weniger deutlich als andere exportorientierte Schweizer Unternehmen. Beim Umsatz gebe es wegen der kräftigen einheimischen Währung zwar einen negativen Einfluss, sagte CEO Felix Sulzberger am Freitag bei Vorlage des Jahresergebnisses. So sank der Umsatz wegen der schlechten Konjunkturlage um 7,2% auf 213 Mio CHF. Währungsbereinigt betrug das Minus 3,5%. Positiv sei allerdings, dass überwiegend in Ländern der Eurozone, dem Dollarraum und in Ungarn Rohstoffe gekauft wurden und Calida von den schwächeren Währungen dieser Regionen profitierte.
SONDERBELASTUNG BEI AUBADE VERHAGELT GEWINN
Der Betriebsgewinn erreichte ein bislang unbekanntes Ausmass und stieg um 31,4% auf 20,9 Mio CHF. Anders sah es dagegen beim Reingewinn aus. Als Folge der im Juni angekündigten Sonderbelastungen von 60,4 Mio CHF bei Aubade resultierte unter dem Strich ein Unternehmensverlust von 39 Mio CHF - im Vorjahr wurden noch 10,6 Mio CHF verdient.
Sorgenkind Aubade, im Jahr 2005 zugekauft, stand damals mit 95,1 Mio CHF in den Büchern. Der Anteil von Goodwill und Markenwert lag bei 56,1 Mio CHF. Der Unternehmenswert kletterte bis zum Juni 2009 auf 99,6 Mio CHF, wobei die sogenannten Intangible Assets auf 62,1 Mio CHF stiegen. Nach einer Überprüfung des immateriellen Buchwerts wurden die Intangible Assets auf 14,9 Mio CHF abgewertet, erläutert der Konzernchef. "Damit ist Aubade nur noch 50 Mio statt 100 Mio CHF wert."
Das Calida-Management zeigt sich trotzdem mit dem Jahresabschluss zufrieden: "Wir freuen uns, dass wir trotz den schwierigen Umständen das beste operative Ergebnis vorweisen können", sagt der CEO. Die Aktionäre sollen denn auch im Verlustjahr nicht leer ausgehen und eine Dividende in Form einer Nennwertreduktion von unverändert 8,00 CHF je Aktie erhalten.
Die Marke Calida selbst verzeichnete einen Umsatzrückgang von 1,7% auf 150,4 Mio CHF. Die Calida Stores erzielten währungs- und flächenbereinigt ein Umsatzwachstum von 4%. Das Management bezeichnet die Stores als "von hoher strategischer Bedeutung, um das strukturell schwache und tendenziell eher rückläufige Grosshandelsgeschäft auszugleichen".
Die Luxusmarke Aubade büsste währungsbereinigt 7,5% an Umsatz ein. Die in den letzten Jahren durchgeführten strukturellen Anpassungen hätten zu einer tieferen Kostenstruktur geführt. Zusammen mit den Investitionen in 27 eigene Stores und der Einführung von neuen Produktsegmenten sollte es wieder aufwärts gehen.
EXPANSIONSPLÄNE MIT CALIDA
Expansionspläne hat das Unternehmen mit der Marke Calida in Westeuropa. So sollen eigene Geschäfte - das Unternehmen führt auch Shop-in-Shop-Niederlassungen - in Skandinavien, Benelux, Frankreich und Italien eröffnet werden. "Wir gehen mit der Marke Calida nicht in exotische Länder wie Russland oder nach Asien", sagte der CEO. Dort sei nämlich nur das Luxussegment, wie Aubade, oder Discount-Ware gefragt.
Für die weitere Geschäftsentwicklung des Konzerns, gibt sich die Chefetage zurückhaltend. "Wir erwarten im Geschäftsjahr 2010 ein moderates Umsatzwachstum", sagte Sulzberger. "Das Orderbook ist leicht positiver als im Vorjahreszeitraum." Bei der Gewinnentwicklung sieht Sulzberger ebenso wie bei den Verkäufen ein moderates Wachstum.
Die Titel fanden am Markt hohe Nachfrage und stiegen gegen 13.40 Uhr um 4,8% bei einem etwas festeren Gesamtmarkt.
ps/ra

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