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Carrefour kämpft mit Problemen in Brasilien - Weniger Gewinn (AF)

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2010 - 21:35 publiziert

PARIS (awp international) - Europas grösster Handelskonzern Carrefour wird im Gesamtjahr wegen der Probleme in Brasilien weniger Gewinn machen als ursprünglich angekündigt. Wegen höherer Belastungen in Brasilien aber auch der schwierigen Marktbedingungen in Europa werde der operative Gewinn im Gesamtjahr bei 3 Milliarden Euro ausfallen, teilte Carrefour am Dienstag nach Börsenschluss mit. Dies seien 130 Millionen Euro weniger als zuletzt prognostiziert. Carrefour hatte bereits bei der Vorlage der Umsatzzahlen zum dritten Quartal im Oktober seine Gewinnerwartungen leicht nach unten korrigieren müssen.
Carrefour zufolge hat eine Wirtschaftsprüfung ergeben, dass der Konzern wegen der schlecht laufenden Grossmärkte in Brasilien deutlich höhere Einmalbelastungen verbuchen muss als angenommen. Statt 180 Millionen Euro müssten Belastungen in Höhe von 550 Millionen Euro verbucht werden. Diese ergeben sich unter anderem aus Wertberichtigungen und Anpassungen der Lagerbestände. Der französische Konzern, der weltweit die Nummer zwei hinter dem US-Konzern Wal-Mart ist, hat bereits das Management in Brasilien ausgetauscht und eine Untersuchung eingeleitet. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Sache schnell in Ordnung bringen können", sagte Finanzchef Pierre Bouchut. Carrefour werde in Brasilien wieder nachhaltige Gewinne machen.
Vorstandschef Lars Olofsson versicherte, dass der Konzern keinerlei Absicht habe, sich aus Brasilien zurück zuziehen. Carrefour betreibt mehr als 15.500 Märkte in 35 Ländern und macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes ausserhalb von Frankreich./she/RX/
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