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BLAUBEUREN (awp international) - Der Solarzulieferer Centrotherm Photovoltaics wird nach einem starken ersten Halbjahr noch optimistischer. "Wir sind an vielen Aufträgen dran und erwarten aus dem arabischen Raum noch etwas", sagte Robert Hartung am Donnerstag im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Mit dem Quartalsbericht hob der Solarzulieferer seine Umsatzprognose für das laufende Jahr an.
Die sehr gute Auftragslage insbesondere im Ausland soll die Geschäfte des im TecDax notierten Unternehmen mit Sitz im schwäbischen Blaubeuren auch im zweiten Halbjahr antreiben. Den Umsatz sieht der Centrotherm-Vorstand nun auf 580 bis 600 Millionen Euro steigen (2009: 510 Mio Euro). Dabei rechnet der auf die Photovoltaik-Branche spezialisierte Maschinenbauer vor allem mit einer anhaltend starken Nachfrage nach Einzelanlagen im Bereich Solarzelle und Modul. Zur Gewinnentwicklung wollte sich Hartung nicht äussern. "Es sieht aber nicht schlecht aus."
Nach einem verhaltenen Jahresstart konnte Centrotherm im zweiten Quartal dank eines Nachfragebooms insbesondere in Asien Gewinn und Umsatz steigern. Auch die Konjunkturerholung trug zu einer besseren Nachfrage bei. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 163,0 Millionen Euro nach 133,15 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr und erreichte 24 Millionen Euro. Die EBIT-Marge legte dank Rekordmargen im Solarzellen- und Modulgeschäft auf 14,7 Prozent zu. Der Überschuss betrug 16,3 Millionen Euro nach 7,27 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.
Der Auftragsbestand belief sich Ende Juni den Angaben zufolge auf 864 Millionen Euro und lag damit anderthalb Mal so hoch wie der Jahresumsatz von 2009. Der schwäbische Anlagenbauer nahm im zweiten Quartal unter anderem einen Grossauftrag aus Katar für den Bau der ersten Polysiliziumfabrik auf der arabischen Halbinsel mit einem Volumen von rund 150 Millionen Euro an. Allein im zweiten Quartal habe sich der Auftragseingang auf 275,3 Millionen Euro belaufen, hiess es. Neben dem arabischen Raum sieht der Centrotherm-Chef vor allem China und Indien als Wachstumsmärkte. Centrotherm erwirtschaftet den Grossteil seiner Erlöse in Asien.
Der Centrotherm-Chef rechnet damit, dass es so weitergeht: Einige grosse Projekte im Siliziumgeschäft hätten sich in der Abwicklung verzögert und rutschten nun ins zweite Halbjahr. "Das heisst, das dritte und vierte Quartal werden jetzt besser." Im Solarzellengeschäft rechnet er hingegen mit einer ähnlichen Entwicklung wie in den ersten sechs Monaten.
Keine Erholung ist hingegen vorerst für das Dünnschichtgeschäft in Sicht. "Da rechnen wir erst ab 2012 mit Wachstum. "2011 will Hartung seine neue schlüsselfertige Produktlinie aber schon "aggressiv in den Markt bringen". Centrotherm setzt grosse Hoffnungen auf die neue Technologie, da sich damit in der Dünnschicht-Massenproduktion die höchsten Wirkungsgrade erzielen liessen. Dies wiederum soll dazu beitragen, die Solarenenrgie wettbewerbsfähiger zu machen. Centrotherm geht davon aus, dass die Produktionskosten sich damit auf unter einen Euro je Watt drücken lassen und damit den bislang alles beherrschenden kristallinen Anlagen Konkurrenz machen.
Erst am Mittwoch hatte Centrotherm Frank Stubhan zum neuen Chef für die Dünnschichtmodule benannt. Er soll den Bereich ab Herbst leiten. Der Centrotherm-Chef setzt grosse Hoffnungen in ihn: "Die Dünnschicht-Technologie bei Solarmodulen hat ein riesiges Potenzial und wird ein Wachstumsmarkt werden."/ang/stw/stk
--- Von Annika Graf, dpa-AFX ---

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