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Bern (awp/sda) - Der Schweizer Arbeitsmarkt hat sich zwar viel schneller und stärker von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt als erwartet. Wegen der Konjunkturverlangsamung und insbesondere wegen der Frankenstärke dürfte die Arbeitslosigkeit 2011 und 2012 aber kaum noch sinken.
"Die Frankenaufwertung ist schlecht für den Arbeitsmarkt", sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), am Freitag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Er gab keine Prognose dazu ab, wie viele Stellen deswegen verloren gehen respektive ins Ausland verlagert werden könnten.
"Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte im Frühling zum Stillstand kommen", prognostizierte Gaillard. Er rechnet nun mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,4% in den Jahren 2011 und 2012. Viel hänge von der Konjunktur in der EU und von der Entwicklung des Wechselkurses ab.
Das SECO rechnet damit, dass sich das Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 2,7% im vergangenen Jahr auf 1,5% im laufenden Jahr verlangsamt. Dies sei zu wenig, damit zusätzliche Stellen entstünden.
Im vergangenen Jahr entwickelte sich der Schweizer Arbeitsmarkt noch viel besser, als zunächst erwartet. Vor einem Jahr war das SECO davon ausgegangen, dass die Arbeitslosigkeit 2010 und 2011 auf hohen 4,9% zu liegen kommt. "Wir haben das Tempo der Konjunkturerholung unterschätzt", räumte Gaillard ein.
Der verzeichnete Rückgang um 24'000 Arbeitslose innert Jahresfrist sei erfreulich. Die Jugendarbeitslosigkeit habe gar um ein Viertel abgenommen. Insgesamt liege die Arbeitslosenquote aber noch um einen Prozentpunkt über dem Stand von vor der Finanzkrise.
Dass zum Jahresende die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, sei aber ausschliesslich saisonbedingt. Ohne die zusätzlichen Arbeitslosen auf dem Bau hätte die Zahl der Arbeitslosen um etwa 800 abgenommen, sagte Gaillard.
uh

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