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CH/Arbeitslosigkeit steigt im Oktober auf 4,0% (AF)

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 10:20 publiziert

Bern (awp/sda) - Die Arbeitslosenquote in der Schweiz hat im Oktober die 4-%-Schwelle erreicht. Sie war damit so hoch wie seit über viereinhalb Jahren nicht mehr. Trotz Rezession hat der jüngste Anstieg aber vor allem saisonale Gründe.
Ende Oktober waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren 158'138 Personen arbeitslos gemeldet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Freitag mitteilte. Das sind 3729 mehr als im Vormonat. Verglichen mit dem Oktober des Vorjahres beträgt die Zunahme 57,4%.
Die Arbeitslosenquote stieg innert Monatsfrist von 3,9 auf 4,0%. Noch höher war sie zuletzt im Februar 2005 (4,1%). In der Statistik noch weiter zurückblättern muss man für einen gleich hohen Wert in einem Oktober, nämlich ins Jahr 1995. Saisonbereinigt verharrte die Quote im Oktober mit 4,1% auf dem Stand vom Vormonat.
Besonders betroffen von der steigenden Arbeitslosigkeit sind Ausländerinnen und Ausländer: Allein im Oktober verloren 3053 Ausländer ihre Stelle - über vier Fünftel jener Personen, die sich arbeitslos meldeten, hatten einen ausländischen Pass. Die Arbeitslosenquote in dieser Gruppe stieg um 0,3 Punkte auf weit überdurchschnittliche 7,6%. Bei Schweizern blieb die Quote unverändert bei 2,9%.
Einen Lichtblick gab es im Oktober bei der Jugendarbeitslosigkeit: Bei den 15- bis 24-Jährigen sank die Zahl der Arbeitslosen um 2,7% auf 29'183. Die Arbeitslosenquote verringerte sich damit in dieser Altersgruppe von 5,4% auf 5,3%. Dieser Wert liegt aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt.
Unverändert blieb im Oktober das regionale Gefälle. In der Westschweiz und im Tessin waren deutlich mehr Menschen ohne Arbeit als in der Deutschschweiz. In der lateinischen Schweiz stieg die Quote um 0,1 Punkte auf 5,4%, in der Deutschschweiz im gleichen Umfang auf 3,5%.
Ein Blick auf einzelne Kantone zeigt, dass die höchste Arbeitslosenquote weiterhin Genf (7,0%) aufweist. Ähnlich hohe Werte gibt es in den Westschweizer Kantonen Neuenburg (6,5), Jura (5,7) und Waadt (5,5). Im Tessin beläuft sich die Quote auf 5,1%.
In der Deutschschweiz weisen die Kantone Solothurn (4,3), Zürich mit dem stark betroffenen Finanzplatz (4,2) und Basel-Stadt (4,1) überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquoten auf. Am tiefsten ist die Quote im Kanton Appenzell Innerrhoden (1,3).
Immer mehr Menschen sind auf Stellensuche: Im Oktober stieg die Zahl um 5070 auf 217'972, wie das SECO weiter mitteilte. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sank um 793 auf 13'147.
Auf Kurzarbeit waren laut der jüngsten verfügbaren Statistik vom August 46'936 Personen gesetzt. Das waren 5809 oder 14,1 % mehr als im Monat davor. Die Anzahl der betroffenen Betriebe erhöhte sich um 384 auf 3'118 Einheiten (+14,0 %). Laut SECO nahmen die ausgefallenen Arbeitsstunden um 13,6 % auf 2,4 Mio. Stunden zu.
In der entsprechenden Vorjahresperiode (August 2008) waren 23'368 Ausfallstunden registriert worden, welche sich auf 383 Personen in 45 Betrieben verteilt hatten.
Ferner kam es im August 2009 gemäss vorläufigen Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen zu 1'781 Aussteuerungen.
uh

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