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Bern/Baden AG/Olten (awp/sda) - Die Stromkonzerne Axpo, BKW und Alpiq zeigen sich in ersten Stellungnahmen wenig erfreut über den Bundesratsentscheid zum mittelfristigen Ausstieg aus der Atomenergie. Axpo bedauert den "schnellen, unter hohem politischen Druck gefällten Beschluss".
Der Entscheid führe zu einer problematischen Situation bezüglich der Versorgungssicherheit der Schweiz mit Strom, teilte die Axpo Holding AG am Mittwoch mit. Er bringe zudem massive staatliche Eingriffe sowie hohe Kostenfolgen für die Bürgerinnen und Bürger.
"Die dem Entscheid zugrunde liegenden Annahmen müssen einem harten 'Stresstest' unterzogen werden", hielt Axpo-CEO Heinz Karrer fest. "Zudem ist ein derart weit reichender Entscheid unbedingt dem Volk zur Abstimmung vorzulegen."
Der Axpo gehören die beiden AKW Beznau I und II. Der Stromkonzern ist zudem an den AKW Leibstadt und Gösgen beteiligt.
Der bernische Energiekonzern BKW nimmt den Bundesratsentscheid zur Atomenergie "mit Sorge" auf. Der Entscheid werde es schwieriger machen, die Stromversorgung sicherzustellen und Elektrizität wirtschaftlich und möglichst CO2-frei zu produzieren.
Die Besitzerin des Kernkraftwerks Mühleberg geht auch davon aus, dass "zumindest in einer Übergangszeit" die Abhängigkeit von Stromimporten steigen wird.
Auf die Frage, ob die BKW jetzt ihr Rahmengesuch für ein neues Kernkraftwerk Mühleberg zurückziehen werde, sagte BKW-Chef Kurt Rohrbach, diese Frage stelle sich jetzt noch nicht. Auch das Parlament habe ja noch ein Wort zu diesem "Technologieverbot" des Bundesrats zu sagen.
Der Stromkonzern Alpiq will nach dem Entscheid des Bundesrats den Bau neuer Atomkraftwerke nicht mehr vorantreiben, bis sich das Volk über die Zukunft der Atomkraft ausgesprochen hat. Der Betreiber des AKW Gösgen rechnet damit, dass dies mehrere Jahre dauern wird.
Bis sich das Volk dazu geäussert habe, blieben dank der hängigen Rahmenbewilligungsgesuche alle Optionen offen. Zugleich will Alpiq die Investitionen in erneuerbare Energien mit Fokus auf Wasserkraft erhöhen. Ziel sei es, den Anteil der neuen erneuerbaren Energien mindestens zu verfünffachen. Bis 2020 will Alpiq 1 Mrd CHF dafür ausgeben.
Die drei Stomproduzenten Axpo, Alpiq und BKW haben bereits eine gemeinsame Planungsgesellschaft für ihre angestrebten Ersatz-Atomkraftwerke gegründet. Das Trio hat beim Bund Gesuche für Beznau III, Gösgen II und den Ersatz von Mühleberg eingereicht.
cf

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