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Colmar F/Basel (awp/sda/afp) - Die Fessenheim-Überwachungskommission (CLIS) hat für das Atomkraftwerk im Elsass neue Sicherheitsgutachten gefordert. Vor allem die Risiken bei einem Erdbeben und einer Überschwemmung müssten "so rasch wie möglich" neu bewertet werden.
Die CLIS publizierte ihre Forderung am Montagabend in einer Medienmitteilung. Sie reagierte damit auf den wachsenden Druck von Umweltschützern auf beiden Seiten des Rheins.
Vor allem in Deutschland und der Schweiz wird angesichts der Atomkatastrophe in Japan der Ruf nach einer Stilllegung des AKW am Oberrhein immer lauter. Unter anderen hatten die Regierungen beider Basel die sofortige Stilllegung dieses ältesten AKW in Frankreich gefordert.
Nach dem Willen der CLIS sollte überprüft werden, ob die mehr als 30 Jahre alten Druckwasserreaktoren von Fessenheim einem Beben der Stärke 7,2 standhalten würden. Diesen Richtwert schlagen Schweizer Experten vor.
Ausserdem solle geprüft werden, ob die direkt am Rheinkanal gelegene Atomanlage für den Fall eines Deichbruchs mit anschliessender Überschwemmung ausreichend geschützt ist. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob in einem solchen Fall die Notkühlsysteme funktionieren.
Nach Angaben des Kraftwerksleiters Thierry Rosso war Fessenheim so konzipiert worden, dass es einem Erdbeben von einer Stärke 6,7 standhalten kann. Das historische Bebens von 1356 hatte mit einer geschätzten Stärke von 6,5 bis 7 auf der Richter-Skala das nahe Basel weitgehend zerstört.
Der Oberrheingraben, in dem Fessenheim steht, ist ein Gebiet mit bekanntem Erdbebenrisiko. Kleinere Beben kommen in der zwischen Schwarzwald und den ostfranzösischen Vogesen gelegenen Region immer wieder vor.
Die vor 33 Jahren gegründete Fessenheim-Überwachungskommission CLIS soll den Betrieb des Atommeilers verfolgen und die Öffentlichkeit über etwaige Risiken informieren. Dazu gibt sie auch Gutachten bei Experten in Auftrag, die vom französischen Stromkonzern EdF unabhängig sind.
Der Kommission gehören unter anderem Vertreter der französischen Atomaufsicht ASN, des AKW Fessenheim, der umliegenden Gemeinden sowie Umweltschützer an.
dl

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