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Bern (awp/sda) - Die Mühleberg-Gegner kritisieren das ENSI: Die Atom-Aufsichtsbehörde wolle die Lehren aus Fukushima ziehen, dabei sei der Wissensstand dafür noch lange nicht ausreichend.
Die Aussage, die Katastrophe von Fukushima sei technisch bereits gut nachvollziehbar, sei unhaltbar, sagte Markus Kühni von "Fokus Anti Atom" am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "Wir wissen noch zu wenig, um alle nötigen Schlüsse ziehen zu können."
Dass die Aufsichtsbehörde nicht die Ausserbetriebnahme von Mühleberg angeordnet habe, überrasche ihn nicht. Das ENSI halte sich an die gesetzlichen Erfordernisse und an seine eigenen Richtlinien. Nur seien diese Vorgaben eben ungeeignet.
Kühni hat mehrere Monate vor Fukushima ein eigenes Gutachten erstellt. Darin ging er der Frage nach, was im AKW Mühleberg geschehen könnte, wenn der Staudamm des nahen Wohlensees bei einem Erdbeben brechen würde.
Er kam zum Schluss, dass der Verlust der Notstromversorgung fast unweigerlich zu einer Katastrophe führen würde. Mehrere Punkte, die Kühni in seinem Gutachten vom vergangenen Dezember ansprach, wurden laut Medienberichten nach Fukushima Teil von Sofortmassnahmen des ENSI.
Für die Berner Sektion der Organisation "Nie wieder Atomkraftwerke" (NWA) steht nach den Ausführungen des ENSI fest, dass Mühleberg die gesetzlichen Vorgaben nicht erfülle. Das AKW könne im Katastrophenfall nur von Hand gesichert und stabilisiert werden - "das verstösst klar gegen die Verordnung".
Die NWA Bern kann nicht nachvollziehen, warum Mühleberg trotzdem weiterbetrieben werde. Noch diesen Sommer müsse das AKW ausser Betrieb genommen werden. Gleichzeitig solle der BKW-Verwaltungsrat sein Geld endlich in erneuerbare Energien investieren.
dl

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