Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Bern (awp/sda) - Nach dem erfolglosen Klimagipfel in Kopenhagen konzentriert sich das Bundesamt für Umwelt (BAFU) im laufenden Jahr weiter auf den Klimawandel und mögliche Lösungsansätze. Die Schweiz prüft, ob sie in der zweiten Jahreshälfte eine Vorkonferenz durchführen will.
"Wenn das Klima eine Bank wäre, wäre es schon längst gerettet worden", sagte BAFU-Direktor Bruno Oberle am Montag vor den Medien in Bern. Das Bonmot stammt von Venezuelas Präsident Hugo Chávez. Oberle versuchte sich aber in Bern nicht im Populismus, sondern präsentierte die Prioritäten der Schweizer Umweltpolitik für 2010.
Die internationale Gemeinschaft trifft sich auf Ministerebene im Mai in Bonn (D), um weiter an einer Lösung des Klimaproblems zu arbeiten. Ende November kommt es dann in Mexiko zur 16. Konferenz der Mitgliedsstaaten der UNO-Klimakonvention. Da die Schweiz mit Mexiko eine Verhandlungsgruppe leitet, könnte es im Herbst auch zu einem vorbereitenden Treffen in der Schweiz kommen.
Aus Sicht des BAFU-Direktors ist in Zukunft eine "grüne Wirtschaft" gefragt, welche mit möglichst wenig Umweltbelastungen auskommt, um unseren Lebensstandard zu ermöglichen. Dazu brauche es aber eine "Revolution".
In der Schweiz bildet ebenfalls ein klimapolitisches Thema den Schwerpunkt: die Revision des CO2-Gesetzes. Voraussichtlich in der Sommersession wird der Nationalrat über den indirekten Gegenvorschlag zur Klima-Initiative der Grünen und der SP beraten. Das Volksbegehren verlangt eine Reduktion der CO2-Emissionen um 30 Prozent bis 2020. Das Gesetz wird weniger vorsehen.
CO2-Einsparungen soll auch das Gebäudeprogramm des Bundes bringen, das in diesem Jahr beginnt. In den nächsten 10 Jahren will der Bund aus der CO2-Lenkungsabgabe jährlich 200 Millionen Franken ausgeben, um Gebäudesanierungen und alternative Energieträger zu fördern.
Als weiteren Schwerpunkt nannte Oberle die Biodiversität - zumal 2010 das UNO-Jahr der Biodiversität ist. Das BAFU erstellt eine Strategie, wie sich der Arten- und Lebensraumverlust in der Schweiz vermindern lässt. Mehrere Anlässe sollen zudem auf die Wichtigkeit der genetischen Vielfalt hinweisen. International findet im Oktober 2010 eine Konferenz im japanischen Nagoya statt.
rt

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???