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CH/Bankenombudsman: Nach der Krise gehen Anfragen zurück

Dieser Inhalt wurde am 05. Juli 2011 - 11:17 publiziert

Zürich (awp/sda) - Die Fälle, die besorgte oder verärgerte Bankkunden beim Schweizer Bankenombudsman vorgebracht haben, sind im vergangenen Jahr stark zurückgegangen. Hanspeter Häni hatte etwa 2000 Fälle auf dem Schreibtisch, nach über 4700 im Vorjahr.
Unter dem Strich sind das aber immer noch mehr als vor der globalen Finanzkrise: 2007 und 2006 gab es je nur etwa 1500 Fälle. Auch sei die Bearbeitung der Fälle intensiver geworden, teilte die Ombudsstelle am Dienstag mit.
Bei rund einem Drittel der Anfragen sei er bei den Banken vorstellig geworden, sagte Häni. In wiederum etwa einem Drittel der Fälle habe er bei den Finanzhäusern auf eine Korrektur pochen müssen. Laut Häni sind die Bankkunden kritischer geworden und verlangen genauere Auskünfte und Erklärungen als früher.
Ein grosser Teil der Fälle im Jahr 2010 hätte immer noch die Folgen der Krise betroffen, sagte Häni. Im übrigen beschäftige sich die Ombudsstelle aber auch mit Fragen zu Hypotheken, Krediten, Sparheft- und Kontoproblemen über Bankgeheimnis-Themen bis zum Zahlungsverkehr sowie Check- und Kartenbetrug.
2008 und 2009 waren wegen der Finanzkrise die bisher intensivsten Jahre für den Bankenombudsman gewesen. Vor allem der Kollaps der US-Bank Lehman Brothers verunsicherte viele Kunden. Der Bankenombudsman musste in zahlreichen Fällen zwischen Kunden und Banken vermitteln.
Der Bankenombudsman dient Bankkunden und funktioniert als neutrale und kostenlose Informations- und Vermittlungsstelle. Getragen wird das Büro, das seit 1993 existiert, von einer Stiftung, die von Banken gegründet wurde.

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