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CH/BFS-Beschäftigungsbarometer Q3: Erneut gestiegen, Ausblick positiv (AF)

Dieser Inhalt wurde am 25. November 2010 - 12:32 publiziert

(Ergänzt um weitere Angaben)
Neuenburg (awp/sda) - Das vom Bundesamt für Statistik (BFS) vierteljährlich veröffentlichte Beschäftigungsbarometer zeigt für das dritte Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Beschäftigungswachstum. Die Zahl der Beschäftigten im sekundären Sektor sei leicht und diejenige im tertiären Sektor deutlich angestiegen, teilt das BFS am Donnerstag mit. Wie im Vorquartal würden alle in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren eine positive Tendenz für das kommende Quartal aufzeigen.
Das Beschäftigungsbarometer erscheint mit der aktuellen Ausgabe in einer neuen Form. Ab dem 3. Quartal würden die Arbeitsmarktdaten in zwei verschiedenen Mitteilungen veröffentlicht. Das Beschäftigungsbarometer enthalte neu nur noch Indikatoren zur Arbeitsnachfrage wie Beschäftigte oder offene Stellen, welche sich aus der Beschäftigungsstatistik (BESTA) ergeben würden, so das BFS.
Die Erwerbstätigenstatistik (ETS) werde nun vierteljährlich in einer Mitteilung zur Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) veröffentlicht, in welcher die Indikatoren zur Entwicklung des Arbeitsangebots (Erwerbstätige und Erwerbslose gemäss Definition des internationalen Arbeitsamtes) zusammengefasst seien.
Durch die Revision der BESTA im 3. Quartal haben sich Veränderungen in den bisher publizierten Daten ergeben. Neu stützen sich die Daten auf die Betriebszählung von 2008 ab. Zudem wurde die bisherige Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige NOGA 2002 durch die NOGA 2008 als Grundlage ersetzt, wovon alle Statistiken der BESTA betroffen sind.
Am Ende des 3. Quartals 2010 hat die Schweiz gemäss BESTA 4,08 Mio Beschäftigte gezählt, 1,0% oder 39'000 mehr als ein Jahr zuvor. Im sekundären Sektor stieg die Zahl der Beschäftigten um 0,3%, nachdem sie seit dem 1. Quartal 2009 rückläufig gewesen war. Im tertiären Sektor sei mit einem Plus von 1,2% weiterhin eine positive Entwicklung zu beobachten gewesen.
Viele neue Stellen gab es insbesondere im Gesundheitswesen (+7'000 Beschäftigte), das auch in einer Mehrjahresstudie des BFS deutlich über dem Schnitt zulegte. Stark gestiegen ist die Beschäftigung im vergangenen Jahr auch in der öffentlichen Verwaltung (+6'000), im Grosshandel (+6'000), bei Architektur- und Ingenieurbüros (+4'000) sowie in Heimen (+3'000).
In der Industrie nahm die Beschäftigung vorab auf dem Bau (+5'000) zu, während im Maschinenbau (-3'000) nochmals Stellen gestrichen wurden.
Die Beschäftigung nahm laut BFS in allen Grossregionen zu. In der Industrie verbuchten der Espace Mittelland (-0,9%) und die Nordwestschweiz (-0,5%) noch einen Rückgang, während die Beschäftigung im Dienstleistungssektor überall zunahm. In Vollzeitstellen gerechnet stieg die gesamte Beschäftigung in der Schweiz um 0,9%. In der Statistik erfasst sind Beschäftigte des sekundären und tertiären Sektors ab 6 Arbeitsstunden pro Woche.
Trotz gewisser Bremsspuren in Unternehmensbilanzen und an den Finanzmärkten sieht es auch für das laufende Quartal gut aus. Alle Indikatoren weisen auf ein weiteres Beschäftigungswachstum hin, wie das BFS schreibt. So liegt der Index der offenen Stellen um 24% über dem Vorjahreswert.
Der Indikator der Beschäftigungsaussichten stieg um +3,6% auf einen Wert von +1,04 Punkten, was eine Erhöhung hindeutet. 12% der Unternehmen wollen die Zahl der Beschäftigten im laufenden Quartal erhöhen, 5,2% reduzieren.
Inzwischen melden gemäss der Stichprobenerhebung des BFS bei rund 66'000 Unternehmen fast 30% Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften. In der Industrie sind es gar 35%.
cf/cc

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