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Herrliberg ZH (awp/sda) - Christoph Blocher macht mobil gegen einen Beitritt zu EWR oder EU. "Vielleicht gründe ich einen EU-kritischen liberalen Think-Tank, nachdem sich die Avenir Suisse zum Gegenteil entwickelt hat", erklärte Blocher im Interview mit der Zeitung "Sonntag".
Er soll Ähnliches leisten wie der Wirtschafts-Think-Thank, "à la Avenir Suisse", wie es Ex-Bundesrat und SVP-Chefstratege Blocher formuliert. "Wenn die Intellektuellen schon ein derartiges Gewicht haben sollen, können wir auf der Gegenseite genau dieselbe Intellektualität einbringen."
Es gebe viele liberale Intellektuelle, die skeptisch seien gegenüber EU und EWR. "Es geht aber nicht darum, die AUNS zu ersetzen", betonte Blocher. Er denkt an die Publikation von Büchern, an Forschungen und an ein Informationsbulletin.
"Wir könnten dasselbe tun, was Avenir Suisse macht", sagte Blocher. "Im Gegensatz zu ihr würden wir aber auch EU-Befürworter zu Wort kommen lassen - schon damit man sie widerlegen kann. Nur keine Denkverbote."
Ob er die Denkfabrik ganz oder zumindest teilweise finanzieren werde, beantwortete Blocher nicht. "Die Fragen sind verfrüht. Es sind ja erst Ideen."
Christoph Blocher ist als Politiker 1992 mit dem Nein der Schweiz zum EWR zum bedeutenden Oppositionspolitiker geworden. Diesen Kampf will er entschlossen weiter führen, "solange ich die Kraft dazu habe". Das tue er mit oder ohne Nationalratsmandat.
Ob sich Blocher 2011 tatsächlich als Nationalratskandidat auf die SVP-Liste des Kantons Zürich setzen lässt, wie sich dies seine Parteikollegen wünschen, ist offen. "Das werde ich im Frühling entscheiden", sagte er. Sachlich gesehen müsste er den Schritt "vielleicht nochmals tun".
uh

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