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Shanghai (awp/sda) - Doris Leuthard ist ab Dienstag auf wirtschaftlicher Mission in China. Fünf Tage, drei Städte, neun Vertreter der Schweiz und 28 Repräsentanten der Weltwirtschaft: Die Reise von Chongquing via Shanghai nach Peking ist gut befrachtet.
Das erste Reiseziel ist Chongquing, wo die Wirtschaftsministerin Stadtpräsident Huang Qifan und Parteisekretär Bo Xilai trifft. Eine hochrangige Wirtschaftsdelegation begleitet Leuthard auf der Reise.
Die riesige Provinzstadt im Zentrum Chinas zählt über 32 Mio Einwohner, das Stadtgebiet ist doppelt so gross ist wie die Schweiz. Die Entwicklungsstrategie "Go West" der Zentralregierung will ausländische Unternehmen in diese Provinz locken.
Bereits einen Tag später soll Leuthard auf der zweiten Reiseetappe Behördenvertreter von Shanghai kennenlernen. Dort begibt sie sich am Donnerstag auf das Gelände der Weltausstellung Expo 2010, wo sie anlässlich des Nationentages der offiziellen Zeremonie zu Ehren der Schweiz beiwohnt.
Der Höhepunkt der Woche ist das Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao am Freitag in der Hauptstadt Peking. Dort wird sie auch Wu Bangguo, den Vorsitzenden des Volkskongresses, treffen.
Die Reise Leuthards steht im Kontext des 60-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen der Schweiz und China. Zur Feier am Samstagabend nicht weniger als 300 Gäste in Peking zu einem Galadiner zusammen.
Zudem ist am Montag die dritte Etappe einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie für ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China in Angriff genommen worden. China - inklusive Hongkong - ist bereits seit 2002 der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien. Und die Handelsbilanz ist aus Sicht der Schweiz seit 2003 positiv.
Trotz eines wirtschaftlichen Rückgangs hat das Handelsvolumen im 2009 die Grenze von 10 Mrd. Fr. überschritten. Die Schweizer Exporte gingen um fast 10% auf 5,5 Mrd CHF zurück, während die Importe aus China um 2,5% auf 5,1 Mrd CHF zunahmen.
Die Summe von Ein- und Ausfuhren zwischen den beiden Ländern dürfte dieses Jahr gar den Rekord aus dem Jahre 2008 (11,1 Mrd CHF) brechen. Bereits zur Jahresmitte beträgt sie 6,2 Mrd CHF. Allerdings gibt es auch Handelshindernisse: So ist beispielsweise der Schutz für geistiges Eigentum von Schweizer Produkten nach wie vor ungenügend, weshalb diese reichlich kopiert werden.
rt

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