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CH/Bundesrat Burkhalter trifft in Peking drei Minister

Peking (awp/sda) - Bundesrat Didier Burkhalter hat am Montag in Peking seine chinesischen Amtskollegen getroffen - die Minister für Gesundheit, für Bildung sowie für Wissenschaft und Technologie. Ziel ist eine Intensivierung der schweizerisch-chinesischen Zusammenarbeit auf diesen Gebieten. Dazu wurden mehrere Erklärungen unterzeichnet.
Bundesrat Burkhalter, Vorsteher des Eidg. Departements des Innern (EDI), befindet sich bis Mittwoch auf Arbeitsbesuch in China. Mit Gesundheitsminister Chen Zhu besprach Burkhalter am Montag die Spitalreform in China.
Zu diesem Zweck besteht bereits eine Kooperation der Kantone Basel-Stadt, Genf, Waadt und Zürich mit vier chinesischen Städten, darunter Shanghai und Kunming. Gesprächsthemen sollten laut Burkhalter aber auch die Komplementär- und die Schulmedizin sein.
Mit dem Minister für Wissenschaft und Technologie, Yuan Guiren, sprach Burkhalter über die Vertiefung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder. Dazu unterzeichneten sie eine Absichtserklärung im Rahmen des Programms SSSTC (Sino-Swiss Science and Technology Cooperation/Chinesisch-schweizerische Zusammenarbeit in Forschung und Technologie).
Im Beisein des Tessiner Architekten Mario Botta hatte Burkhalter am Samstag eine Bibliothek der Universität Tsinghua in Peking eingeweiht. Die Universität feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Die Bibliothek der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Tsinghua-Universität ist das erste Werk von Mario Botta in China.
Der Stil des Gebäudes ist typisch für Botta: In einem zentralen Zylinder befindet sich das Auditorium, das von rechteckigen Gebäuden flankiert wird. Der ganze Bau bietet Platz für rund 1000 Studenten und 600'000 Bücher.
Burkhalter hatte sich am Samstag vorsichtig zur Verhaftung des chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei geäussert - bei der Eröffnung der Fotoausstellung ReGeneration 2 im Pekinger Künstlerviertel Caochangdi, wenige Schritte von Ai Weiweis Atelier.
"Die künstlerische Freiheit und das Recht auf freie Meinungsäusserung sind wesentliche Elemente der Kulturen und Zivilisationen auf ihrem Weg in einer sich schnell verändernden Welt", sagte Burkhalter in seiner Ansprache vor einem hauptsächlich nicht-chinesischen Publikum.
Angesprochen auf Ai Weiwei, sagte Burkhalter: "Ich weiss, dass viele Dinge in diesem Land schwierig sind. Und man muss zugeben, dass noch viele Fortschritte gemacht werden müssen."
Die chinesische Regierung geht seit Februar aus Angst vor einem Überschwappen der Volksaufstände in vielen arabischen Ländern hart gegen Dissidenten, Gegner und Menschenrechtler vor. Von Ai Weiwei fehlt seit seiner Festnahme Anfang April am Flughafen von Peking jede Spur. China wirft ihm vor, Wirtschaftsdelikte begangen zu haben.

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