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CH/ComCom: Swisscom muss ganzes Kabelkanalisationsnetz zur Mitbenutzung anbieten

Dieser Inhalt wurde am 02. Dezember 2009 - 10:40 publiziert

Bern (awp) - Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat erstmals über den Zugang zu den Kabelkanalisationen von Swisscom entschieden. Demnach muss die Marktführerin infolge ihrer marktbeherrschenden Stellung den alternativen Fernmeldedienstanbieterinnen ihr gesamtes Kabelkanalisationsnetz zur Mitbenutzung anbieten, sofern ausreichende Kapazitäten vorhanden sind, teilte die Behörde am Mittwoch mit.
Ferner hat die ComCom die Preise und die Bedingungen für den Zugang zu den Kabelkanalisationen von Swisscom festgelegt. Der monatliche Preis für die Mitbenutzung von Kabelkanalisationen wurde für die Jahre 2007 und 2008 um rund 50% gesenkt. Die Swisscom hatte den Preis für 2007 und 2008 auf knapp 40 Rappen pro Meter und Kabel festgesetzt.
Im Weiteren hat die ComCom die von Swisscom verlangten Preise für Dienstleistungen, die mit der Mitbenutzung von Kabelkanalisationen im Zusammenhang stehen, überprüft und neu festgelegt. Dabei hat sie etwa die Stundensätze für Machbarkeitsanalysen, Projektierungen und weitere Service-Prozesse um 3% bis 8% reduziert sowie Anordnungen im Bezug auf die Verrechnung getroffen. Insbesondere hat sie der Swisscom untersagt, gewisse Dienstleistungen nach Aufwand zu verrechnen oder überhaupt in Rechnung zu stellen.
Schliesslich wird Swisscom von der ComCom dazu verpflichtet, ab 2011 ihren Konkurrentinnen einen Online-Zugang zum Informationssystem anzubieten, welches Auskunft über freie Kapazitäten im Kabelkanalisationsnetz gibt.
Im Rahmen von drei seit dem Jahr 2007 hängigen Verfahren hatte die Regulierungsbehörde über verschiedene Anträge zu urteilen, die die Preise und weitere Zugangsbedingungen betroffen hatten.
cc/ra

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