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(Neu: Regionale Details und Angaben zum Firmenzuwachs, ganze Meldung neu gefasst)
St. Gallen (awp) - In der Schweiz gab es 2010 eine Rekordzahl von Firmenkonkursen. Ein Teil der 6'255 publizierten Pleiten ist allerdings auf eine Gesetzesänderung zurückzuführen, wonach Handelsregisterämter nicht mehr aktive Gesellschaften in Konkurs schicken können.
Gemäss Angaben der Gläubigervereinigung Creditreform ist aber auch die Zahl der Konkurse infolge Überschuldung markant angestiegen, und zwar um 14,5% auf 4'658. Mit Ausnahmen der Jahre 2004 und 2005 hat es damit in der Schweiz nie so viele echte Insolvenzen geben wie im vergangenen Jahr.
Überdurchschnittlich viele Insolvenzen wurden im Kanton Bern und in der Zentralschweiz registriert. Diese Tendenz ist aber in der ganzen Schweiz spürbar. Die Zahl der Firmenpleiten steige seit 2008 kontinuierlich an und an diesem Trend werde sich angesichts der vielen Firmengründungen in den letzten Jahren auch nichts ändern, schrieb Creditreform am Freitag in einem Communiqué.
Tatsächlich sind auch 2010 so viele Firmen neu ins Handelsregister eingetragen wie je zuvor. Mit 37'695 Neueintragungen ist die bisherige Rekordzahl des Jahres 2008 sogar noch um 2,3% übertroffen wurden. Den höchsten Zuwachs von neuen Firmen verzeichnet der Kanton Bern mit knapp 17% mehr Neueintragungen als 2009. Der Kanton Zürich weist lediglich ein Plus von 1,2% auf.
Den vielen Firmengründungen stehen 25'523 Löschungen gegenüber. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme von 8%, wie Creditreform festhält. Damit bleibt im Jahr 2010 ein Nettozuwachs - also Neueintragungen abzüglich Löschungen - von 12'172 Firmen. Dieser Wert liegt 3,6% über jenem des Vorjahres und bedeutet zugleich die höchste Zuwachsrate der letzten 10 Jahre.
Das Tessin und die Westschweiz verzeichnen mit 27 respektive 25,4% einen sehr hohen Nettozuwachs. Zürich hingegen weist einen Rückgang von 18% auf. Der Grund: In Zürich wurden im vergangenen Jahr eigentliche Karteileichen aus dem Handelsregister gelöscht, gleichzeitig blieben die Neueintragungen auf dem Niveau des Vorjahres.
Setzt man den Nettozuwachs an neuen Firmen mit dem Anfangsbestand in ein Verhältnis, schwingen die Kantone Appenzell Innerrhoden, Schwyz und Obwalden oben auf. Glarus, Neuenburg, beide Basel und Solothurn stehen am Ende der Rangliste.
uh

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