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Zürich (awp/sda) - Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse erwartet für 2011 und 2012 ein Wirtschaftswachstum von 2,1 respektive 1,7%. Damit flacht die Dynamik merklich ab. Der starke Franken zwingt insbesondere die Exportindustrie, neue Lösungen zu suchen.
Auf den ersten Blick scheint alles bestens: Die Warenexporte sind in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr real um 11,4% angestiegen.
Dass der Schweizer Warenexport trotz Frankenstärke keinen Einbruch erlitten hat, führt Rudolf Minsch, Chefökonom von economiesuisse, auf ausgereifte multinationale Strategien vieler Unternehmen zurück. "Auch mittlere Unternehmen können das Wachstum dort mitnehmen, wo es anfällt", sagte Minsch.
So wird der asiatische Markt für die Schweiz immer wichtiger: Die Warenexporte der Schweizer Wirtschaft nach Asien haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,5% erhöht und machen aktuell bereits 21,1% aller Exporte aus. Auch Ausfuhren in dynamische Volkswirtschaften wie Deutschland, Holland oder Neuseeland entwickelten sich positiv.
Doch: "Gewisse Exportunternehmen müssen wegen dem starken Franken Strategien fahren, die wehtun", sagt Minsch. Er nennt etwa Kostensenkungen durch Rationalisierungen oder Margenkürzungen. Längerfristig führe der starke Franken gar wieder zu einer Deindustrialisierung der Schweiz.
Gewisse Industriebranchen - etwa die Metall- oder die Papierindustrie - seien gezwungen, wertschöpfungsarme Zweige auszulagern und vermehrt Vorleistungen aus dem Ausland zu beziehen. Der Standort Schweiz verliere zudem an Attraktivität für Neuinvestitionen. Dies beeinflusse die Kapazitäten in der Schweiz und habe schliesslich auch einen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum. Gemäss economiesuisse wird sich dieses Problem bis 2013 noch weiter zuspitzen.
Der Binnenmarkt entwickelt sich nach Ansicht des Wirtschaftsdachverbands weiterhin stabil, wenn auch eine leichte Wachstumsverlangsamung zu erwarten sei. Treiber seien der Immobilienmarkt, die Bauwirtschaft sowie der Detailhandel. Aber auch das Gesundheitswesen unterstütze ein anhaltendes Wachstum.
Der Konsum der Privathaushalte wird sich in diesem Jahr nach Einschätzung von economiesuisse nur leicht erhöhen. Bei mässigen Lohnerhöhungen würden steigende Abgaben das Einkommen reduzieren. Für 2012 prognostiziert economiesuisse ein Wachstum des Konsums von einem%.
Das Inflationsrisiko ist gemäss economiesuisse trotz starker Binnenkonjunktur nach wie vor tief. Tiefere Importpreise würden den Preisauftrieb dämpfen und die Kaufkraft der Schweizer Bevölkerung erhöhen. Economiesuisse geht davon aus, dass sich die Teuerung 2012 um rund 1,2% erhöht.
Die weiteren Aussichten nach 2013 seien von einigen möglichen "Abwärtsrisiken" geprägt, die eine Verschlechterung der konjunkturellen Lage zur Folge hätten. Diese seien ein Wachstumseinbruch in den Schwellenländern, eine Akzentuierung der Euro-Krise und kurzfristige Versorgungsengpässe bei den Rohstoffen.
Allerdings gebe es auch "Aufwärtsrisiken", hält economiesuisse fest. Diese seien ein stärkeres Wachstum in den USA, eine Überhitzung des Immobilienmarktes in der Schweiz und eine Abschwächung des Frankens.

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