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CH/Exportrisikoversicherung 2009: Neue Risiken für 3,5 Mrd CHF

Dieser Inhalt wurde am 19. Mai 2010 - 12:30 publiziert

Bern (awp/sda) - Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) ist 2009 neue Verpflichtungen für 3,5 Mrd CHF eingegangen. Sie erwirtschaftete einen Überschuss von 79 Mio CHF. Ausfälle verzeichnete sie zwei im Umfang von 400'000 CHF.
Mit diesen Eckdaten hat der Bundesrat am Mittwoch den Geschäftsbericht der SERV zu ihrem dritten Geschäftsjahr verabschiedet. Der Ertragsüberschuss stärkt die Eigenkapitalbasis und die Risikofähigkeit der SERV. Das sei angesichts der schwierigen Lage der Exportwirtschaft zu begrüssen, schreibt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO).
2009 erhöhte sich das Engagement der SERV in den Ländern mit der niedrigsten OECD-Risikokategorie. Sie versicherte öfter Exporte und Projektfinanzierungen in oder nach Deutschland, Österreich, Spanien oder Griechenland. Damit machte die SERV wie die EU von Regelungen Gebrauch, die es ermöglichen, unter gewissen Bedingungen Risiken in diesen Ländern abzudecken.
In den meisten der zehn für die SERV wichtigsten Ländern ging hingegen das Engagement zurück, so unter anderem in der Türkei, im Iran, in Mexiko und China. Lediglich in Russland und weniger deutlich in Algerien und Saudi-Arabien gab es Zuwachs. Umsatzstärkste Branche blieb die Stromerzeugung gefolgt von Pharma, Maschinenbau, Schienenfahrzeugen und Elektronik.
Die Schweiz hatte sich Mitte 2009 zusammen mit Deutschland und Österreich aus dem umstrittenen Ilisu-Staudammprojekt in der Türkei zurückgezogen. Die Türkei verstiess mit dem 1,5-Milliarden-Bau gegen internationale Standards in den Bereichen Umwelt, Kulturgüterschutz und Umsiedlungen.
Die drei Länder hatten einem Konsortium von Baufirmen Bürgschaften im Wert von rund 680 Millionen Franken zugesagt, diese aber von Beginn weg an strenge Auflagen für die Türkei geknüpft. Die SERV sicherte so Schweizer Firmen Garantien über 225 Mio CHF zu. Diese kündigte sie nach mehreren Fristerstreckungen.
cf

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