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CH/EZV: Aussenhandel im September mit verlangsamtem Abwärtstrend (AF)

Dieser Inhalt wurde am 22. Oktober 2009 - 10:30 publiziert

(Meldung durchgehend ergänzt und umgeschrieben)
Bern (awp) - Der Schweizer Aussenhandel hat seinen Abwärtstrend im September 2009 etwas verlangsamt. Für die ersten neun Monate 2009 liegen Importe wie Exporte aber weiterhin um einen Sechstel tiefer als noch in der Vorjahresperiode. Besonders deutlich getroffen wurde der Warenverkehr mit dem wichtigsten Handelspartner, der EU, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Donnerstag mitteilte.
Die Exporte lagen in den ersten neun Monaten des Jahres um 15,3% (real: -16,7%) tiefer auf 133,5 Mrd CHF. Immerhin scheine die Talsohle durchschritten, glaubt das EZV: Nachdem sich die Abnahme bis ins zweite Quartal 2009 kontinuierlich beschleunigt hatte, zeigt sich im dritten Quartal eine Verlangsamung der Abwärtstempos. Die Preise der Exportgüter erhöhten sich im Dreivierteljahr um 1,6%. Ohne die Pharmasparte resultierte allerdings ein Preisabschlag von 2,7%.
Die Einfuhren verminderten sich von Januar bis September um 16,3% (real: -11,0%) auf 119,0 Mrd CHF. Allerdings fiel das Minus im dritten Quartal nur minim schwächer aus als noch im zweiten Quartal. Saisonbereinigt sei der Rückgang im Vergleich zum Vorquartal sogar fast zum Stillstand gekommen. Die Preise der Importgüter gaben derweil um 6% und unter Ausschluss der Pharmazeutika sogar um 8,5% nach.
Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 14,4 Mrd CHF auf, ein Rückgang von 6,1% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr. Massgeblicher Grund dafür seien ausgiebige Importe von Goldornamenten aus Vietnam.
Im September 2009 lag das Minus in beiden Verkehrsrichtungen etwas unter dem bisherigen Jahresdurchschnitt: Bei den Ausfuhren resultierte im Vorjahresvergleich ein Minus von 12,4% (real -15,9%) auf 15,6 Mrd CHF. Die Importe sanken um 15,5% (real -10,3%) auf 13,7 Mrd CHF. Der Überschuss in der Handelsbilanz belief sich auf 1'918 Mio CHF.
Bei den Exporten wiesen im Dreivierteljahr alle Branchen rückläufige Zahlen aus. Massiv gelitten hat die Metallindustrie mit einem Minus von 35,9% - ein Teil des Rückgangs war allerdings preisbedingt. Aber auch die Uhrenindustrie (-25,9%), die Textilindustrie (-25,3%), die Maschinen- und Elektroindustrie (-25,0%) und die Textilindustrie (-23,2%) exportierten jeweils rund einen Viertel weniger ins Ausland als noch vor Jahresfrist.
Ausser nach Afrika (+1,6%) sanken die Ausfuhren der Schweizer Wirtschaft nach allen Kontinenten. Die Abnahme der Ausfuhren nach Europa (-18,2%) war rund doppelt so hoch wie nach Asien (-9,4%).
tp/ra

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