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(Ergänzt um die Entwicklung in den einzelnen Branchen)
Bern (awp) - Die Schweizer Exporteure bekommen zunehmend den hohen Frankenkurs zu spüren. Zwar wurde im Mai ein hohes Exportplus erzielt, arbeitstagbereinigt stagnierten die Ausfuhren jedoch. Die Importe stagnierten auf nominaler Basis, bereinigt gingen sie sogar deutlich zurück. Die Zahlen der ersten fünf Monate des Jahres zeigen jedoch, der schweizerische Aussenhandel bleibt auf dem Wachstumspfad. Die ungleiche (nominale) Entwicklung der Aus- und Einfuhren bewirkte in der Handelsbilanz im Mai einen neuen monatlichen Rekordüberschuss von 3,306 Mrd CHF (+358% gg. Vorjahr).
Wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte, nahmen die Exporte im Berichtsmonat zwar um 16,7% auf 18,4 Mrd CHF zu (real: +22,6%). Allerdings kamen - ohne die drei zusätzlichen Arbeitstage (Auffahrt und Pfingsten dieses Jahr im Juni) - die Ausfuhren nominal praktisch zum Stillstand (real: +5,2). Saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) wird diese Stagnation ebenfalls bestätigt, die Zahlen liegen gar knapp im Minus. Die Preise der ausgeführten Güter verminderten sich weiterhin deutlich (-4,8%). Ohne die Pharmasparte ergab sich sogar eine Preisreduktion von 5,7% (real: +23,7%).
Nach wie vor belegte bei den Exporten im Mai allein die Uhrenindustrie (+32%) den Spitzenplatz, gefolgt von der Metallindustrie, deren Exporte um einen Fünftel zunahmen. Letztere setzte mehr Aluminium (+29%) sowie Eisen und Stahl (+26%) im Ausland ab. Die Ausfuhren der umsatzstärksten Branche, der Chemischen Industrie, stiegen um einen Sechstel. Alle Divisionen schrieben ein Plus. Besonders kräftig legten die immunologischen Produkte zu, während sich die Roh- und Grundstoffe um 18% erhöhten.
Die Bekleidungs- sowie die Maschinen- und Elektronikindustrie führten 15% bzw. 14% mehr Güter aus. Bei Letzterer wuchs der Auslandabsatz der Textil- und Metallbearbeitungsmaschinen um die Hälfte. Dagegen büssten die Kraftmaschinen sowie die Maschinen für die Papier- und Grafische Industrie um 8% ein. Zwischen 6% und 8 % nahmen die Ausfuhren von Präzisionsinstrumenten, der Papier und Grafischen Industrie sowie der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (Kaffee: + 37%) zu.
Die Importe nahmen im Berichtsmonat nominal um 0,4% auf 15,1 Mrd CHF zu (real: +3,9%). Arbeitstagbereinigt brachen die Einfuhren dagegen um 13,9% ein (real: -10,8%). Damit sei die Dynamik der vergangenen Monate vorerst verloren gegangen, so die EZV. Auch saisonbereinigt zeigte sich ein vergleichbares Bild. Die Preise der Importgüter gingen um 3,4% zurück. Unter Ausschluss der verzerrenden Preisentwicklung in der Pharmasparte betrug der Abschlag 2,7% (real: +3,2%).
Die Einfuhrentwicklung verlief dreigeteilt: während die Energieträger (insbesondere preisbedingt) sowie Rohstoffe und Halbfabrikate zweistellig wuchsen, betrug die Erhöhung der Investitionsgüter 7%. Die Nachfrage nach Konsumgütern sackten um mehr als einen Zehntel ab. Der kräftige Importanstieg der Rohstoffe und Halbfabrikate war breit abgestützt. Besonders stark wuchsen die Einfuhren von Uhrenteilen, die um einen Drittel zulegten. Ferner erhöhten sich die Importe von Halbfabrikaten aus Metallen und von Chemischen Halbfabrikaten um 17% bzw. 11%.
Bei den Investitionsgütern entwickelten sich die Bezüge heterogen. Um einen Viertel erhöhte sich die Nachfrage nach Maschinen und Geräten zur Gebäudeausstattung, während die Zufuhren von Nutzfahrzeugen sowie Baubedarfswaren um je 17% wuchsen.
Für das Minus der Konsumgüter waren hauptsächlich die rückläufigen Einfuhren von Bijouterie und Juwelierwaren sowie Arzneiwaren (-9%) verantwortlich. Die Importe bei Ersteren waren praktisch im freien Fall (-59%), bedingt durch ausbleibende Importe von Goldornamenten (-918 Mio CHF) aus Vietnam. Hingegen nahmen die Zufuhren von Personenautos (Stück: + 16%), Konfektionswaren und Wohnungseinrichtungen zwischen 15 und 18% zu.
Im Zeitraum Januar bis Mai 2011 blieb der Aussenhandel auf Wachstumskurs. So stiegen die Ausfuhren um 6,9% auf 84,3 Mrd CHF (real: +13,2%) und die Einfuhren um 5,1% auf 74,4 Mrd CHF (real: +7,1 %). In der Handelsbilanz belief sich der Überschuss auf 9,9 Mrd CHF, der um 22,3% höher war als jener im Vorjahr. Die Preise der Exportwaren bildeten sich um 5,6% zurück, jene der Importgüter um 1,8%. Unter Ausklammerung der Pharmasparte resultierte exportseitig ein Preisnachlass von 4,0% (real: +11,4%) und importseitig ein solcher von 2,1% (real: +7,3%).
ps/uh

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