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(Meldung durchgehend ergänzt)
Bern (awp/sda) - Die Wirtschafts- und die Finanzpolitik der Schweiz erhalten vom Internationalen Währungsfonds gute Noten. Der Fonds erwartet eine robuste Konjunktur in nächster Zeit, und er lobt die geplante Grossbankenregulierung. Sorgen macht ihm die Situation auf dem Immobilienmarkt.
Im Häusermarkt seien präventive Massnahmen der Behörden angezeigt, raten die Experten des Währungsfonds (IWF) in ihrem am Montag veröffentlichten Bericht. Obwohl der IWF keine eigentliche Immobilienblase ausmacht, sieht er bei Banken dennoch Anzeichen für eine laxere Vergabe von Hypothekarkrediten.
Zudem vergäben Banken vermehrt langfristige Festhypotheken. Dadurch seien sie einer Zinserhöhung der Nationalbank stärker ausgesetzt. Steigt das Zinsniveau, geraten Banken unter Druck, die Kredite zu einem tiefen Zins gewährt haben.
Um das "wachsende Risiko" im Hypothekarmarkt zu senken, schlägt der IWF schärfere Kapitalvorschriften für Banken vor, die zu leichtfertig Kredite vergeben. Nötigenfalls müssten dem ganzen Bankensektor strengere Vorgaben gemacht werden, beispielsweise in Bezug auf die Kreditwürdigkeit von Hypothekarschuldnern.
Grundsätzlich ist die Schweizer Wirtschaft laut IWF aber in guter Verfassung. "Es ist ein starkes Wachstum in Gange", sagte die Leiterin der IWF-Delegation, Claire Waysand, vor den Medien in Bern. Das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr schätzt der IWF auf 2,4%. Im nächsten Jahr dürfte sich das Wachstum wegen sinkender Exporte auf 1,8% abschwächen.
Bleiben ausserordentliche Ereignisse aus, könne die Schweizerische Nationalbank (SNB) schon bald die rekordtiefen Zinsen anheben. Mittelfristig müsse die SNB ihr Eigenkapital wieder stärken.
Obwohl sich der Franken gegenüber den wichtigsten Währungen deutlich aufgewertet hat, ist er gemäss IWF angesichts des Leistungsbilanzüberschusses der Schweiz nicht klar überbewertet. In diesem Punkt habe die Nationalbank eine andere Meinung, sagte SNB-Chefökonom Thomas Moser an der Veranstaltung.
Lobende Worte fanden die IWF-Verantwortlichen für die geplante Grossbankenregulierung - die Vorschläge der "Too-big-to-fail"-Expertengruppe. Sie warnten davor, die Vorlage im Parlament durch Eigenmittel-Rabatte zu verwässern.
Der IWF nimmt jedes Jahr die Wirtschaft der Mitgliedsländer unter die Lupe. Zu diesem Zweck weilte eine Delegation vergangene Woche in der Schweiz. Der detaillierte Bericht zur Schweiz wird im Frühling veröffentlicht.
Die Evaluation sei für die Schweizer Behörden sehr wertvoll, weil sie neue Erkenntnisse vermittle, sagte Fritz Zurbrügg, der neue Direktor der Eidg. Finanzverwaltung (EFD).
dl

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