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Zürich (awp/sda) - Wo bleibt nach Steuern, Abgaben und Wohnkosten am meisten vom Einkommen übrig? In einer Studie der Grossbank Credit Suisse schwingt der Kanton Uri oben aus. Auch wer lieber in einer Agglomeration wohnt, dem bleibt je nach Gemeinde teils markant mehr.
Die Urner profitieren seit 2009 von deutlich reduzierten Steuern bei vergleichsweise geringen Wohnkosten, wie die Credit Suisse am Dienstag ausführte. In der nach 2006 und 2008 zum dritten Mal durchgeführten Studie wurde der bisherige Spitzenreiter Appenzell-Innerrhoden auch von Glarus überholt.
Für die finanzielle Wohnattraktivität berücksichtigten die Studienautoren neben Einkommens- und Vermögenssteuern auch die Sozialversicherungsbeiträge sowie die obligatorischen Krankenkassenprämien. Hinzu kommen Wohnkosten inklusive Nebenkosten und Gebühren.
Unter dem Strich am wenigsten bleibt im Kanton Genf. Aber auch weitere städtisch geprägte Kantone wie Genf, Basel-Stadt, Waadt, Basel-Landschaft und Zürich liegen unter dem Schnitt. Gründe sind hohe Mieten und Immobilienpreise und insbesondere in der Westschweiz hohe obligatorische Abgaben.
In Zug ist zwar die Steuerbelastung weitaus am tiefsten, wegen der hohen Wohnkosten liegt der Kanton aber dennoch nur auf Platz 19, knapp vor dem Kanton Bern.
Die Belastung aus den Steuern für die verfügbaren Haushaltseinkommen würden gemeinhin überschätzt, sagte Studienautor Thomas Rühl vor den Medien in Zürich. Mieten und Immobilienpreise seien meist wichtiger, ausser bei Grossverdienern.
Die CS-Experten erfassten erstmals auch die Kosten für das Pendeln, allerdings nur für die Fahrt in die jeweils nächstliegenden Zentren. Zudem fliessen die Pendelkosten nicht in die Kantons-Rangliste ein, da sie innerhalb der Kantone selber stark divergieren.
Die Unterschiede können aber auch innerhalb von Agglomerationen gross sein, wie die CS am Beispiel von Dietikon ZH zeigte: Einer Familie mit 2 Kindern und einem Einkommen von 150'000 CHF bleiben inklusive Pendelkosten nach Zürich rund 50'900 CHF frei verfügbares Einkommen. In der Stadt Zürich sind es nur 21'200 CHF.
Eine Liste der schweizweit finanziell attraktivsten Gemeinden wollte die CS nicht publizieren, da kein Standortwettbewerb bestehe zwischen attraktiven Gemeinden wie beispielsweise dem Muotathal SZ und der sehr teuren Stadt Genf. 90% der Wohnwechsel fänden denn auch innerhalb von nur 10 Minuten Wegzeit statt, erklärte Rühl.
Trotz der Kosten für das Pendeln lebe es sich in Agglomerationen deutlich günstiger als in den Zentren. Bereits bei kleinräumigen Wohnortswechseln etwa in suburbane Gemeinden lassen sich laut den CS-Experten teils erhebliche Einsparungen erzielen.
In Bergregionen ist es in der Peripherie am günstigsten. In internationalen Tourismusdestinationen wie St. Moritz, Zermatt oder Gstaad wirken sich hingegen die hohen Wohnkosten aus. Eine Zusammenstellung für eine jeweilige Gemeinde kann bei der Credit Suisse (siehe Link) bestellt werden.
Die Studienautoren räumen ein, dass nicht nur finanzielle Faktoren für die Wahl des Wohnortes wichtig seien. Eine Rolle spielten auch Wohnlage und Infrastruktur, Verfügbarkeit passender Wohnobjekte und emotionale Kriterien sowie persönliche Vernetzung.
Bei den Pendelkosten seien zudem Zeitdauer, Ärger und Probleme wegen Verspätungen nicht berücksichtigt. Und nicht zuletzt sind auch die Löhne regional geprägt.
mk

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