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Zürich (awp/sda) - Die "kleine Steueramnestie" im Kanton Zürich ist ein Erfolg: Im letzten Jahr zeigten sich 1400 Steuersünder selber an. Indem sie ihre Hinterziehungen selber dem Finanzamt meldeten, wurden so nachträglich 666 Mio CHF Schwarzgeld legalisiert.
Drei von vier Steuersündern verheimlichten in ihren Steuererklärungen Vermögenswerte wie etwa Bankkonten, Wertschriftendepots, Häuser im Ausland oder Stiftungsvermögen, wie die Zürcher Finanzdirektion am Freitag mitteilte.
Aber auch Löhne, Honorare, Renten sowie Miet- und Pachterträge gingen oft absichtlich vergessen. Fast alle Steuerhinterzieher, die sich selbst anzeigten, sind Privatpersonen. Firmen sind praktisch keine dabei.
Durch die Selbstanzeigen nimmt der Kanton Zürich nun Nachsteuern in der Höhe von 60 Mio CHF ein. Dem Bund spült die Steueramnestie zusätzliche 15 Mio in die Kasse. Etwa ein Dutzend Steuerhinterzieher müssen über eine Mio CHF Nachsteuern ans Finanzamt abliefern.
In den Jahren vor der "kleinen Steueramnestie" hatten sich jeweils nur etwa 350 Zürcher Steuerhinterzieher pro Jahr selber angezeigt. Diese früheren Selbstanzeigen brachten dem Kanton lediglich Nachsteuern von rund 7 Mio CHF. Die straflose Selbstanzeige hat diesen Betrag nun fast verzehnfacht.
Der Bund erlaubte die "kleine Steueramnestie" Anfang 2010. Sie ermöglicht es jedem Steuerpflichtigen, sich einmal in seinem Leben straflos wegen Steuervergehen selbst anzuzeigen.
Die Steuersünder müssen mit dieser Regelung zwar die ausstehenden Steuern der letzten zehn Jahre nachzahlen, sie werden für die Hinterziehung aber nicht zusätzlich gebüsst. Vorher wurden jeweils Bussen in der Höhe von 20 Prozent der Nachsteuer fällig.
Wer Daten gefälscht hat, also Steuerbetrug begangen hat, muss mit der "kleinen Steueramnestie" zudem nicht befürchten, strafrechtlich verfolgt und bestraft zu werden.
uh

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